Paranoia über Alles: Machen Nacktscanner die Welt sicherer?

Überwachundkamera in Paris, La Defence: copyright nixzen
Überwachungskamera in Paris, La Defence: copyright nixzen

Nach dem jüngsten Anschlag auf ein Flugzeug werden wieder die Stimmen nach mehr Sicherheit laut. Nacktscanner, Überwachungskameras, Gendatenbaknen, Irisscan, online Durchsuchungen, und Vieles mehr sollen die Welt für uns sicherer machen. Benötigen wir diese Sicherheit? Sind wir dermaßen bedroht?
Angenommen alle Menschen würden 4 Wochen keine Nachrichten sehen und hören, wir würden uns alle sofort sicherer fühlen.
Die permanente Diskussion um die Sicherheit schürt die Angst jedes Einzelnen in einer unsicheren Welt zu leben, diese Angst überträgt sich in ein Schutzverhalten und in präventive Verhaltensweisen, welche wiederum unsere Mitmenschen zu ähnlichen Maßnahmen veranlassen. Eine Angstspirale, von der sich jeder denken kann, wo sie endet. Feindbilder werden in ihr erst aufgebaut und geboren.
In England gibt es wahrscheinlich kaum noch Orte ohne Kameras, ist England deshalb sicherer geworden?

London, versteckte Kamera: copyright nixzen

Wem nützen all diese Maßnahmen und angenommen solche Überwachungsmittel werden von einem totalitären, undemokratischen Regime übernommen?
Bei all der paranoiden Angst vergessen wir schnell die Ursachenforschung für Anschläge.
Wer steckt wirklich dahinter, was sind die Interessen, welche Beweggründe haben Attentäter?
Ursachen lassen sich beheben oder verändern.
Kommt bei einem Brand in Deutschland eine komplette Familie ums Leben verlangt kein so genannter Sicherheitspoltiker Rauchmelder für jeden Raum (ab 2,29 Euro pro Stück). Warum nicht?
Im Jahr 2006 wurden auf deutschen Autobahnen bei insgesamt 20.434 Unfällen 645 Menschen getötet. Das entspricht 12,6 % der Verkehrstoten. Weitere 32 082 Menschen wurden verletzt.
Überwachen wir seitdem unsere Autobahnen, haben wir ein Tempolimit eingeführt oder eine Geschwindigkeitsüberwachung jedes einzelnen Fahrzeuges per GPS? Haben wir Angst vor den Autobahnen oder den Autos? Nein, denn wir werden nicht von den Medien und der Politik unter Angst davor gehalten.
Im Jahr 2006 sind nach der Zählung des Statistischen Bundesamtes 6455 Menschen bei häuslichen Unfällen in Deutschland ums Leben gekommen.Wie viel Menschen in Deutschland kamen 2006 durch terroristische Attentate ums Leben?
Eine überwachte Welt wird unser Leben mit Sicherheit nicht sicherer machen. Die Maßnahmen in den falschen Händen könnten eher zum Gegenteil führen.

4 Gedanken zu “Paranoia über Alles: Machen Nacktscanner die Welt sicherer?

  1. Gegen Menschen, die ihr eigenes Leben einsetzen, wird keine Maßnahme der Welt helfen und unser Leben sicherer machen.

    Mir fehlt nach diesen Anschlägen bzw. Versuchen aber der Aufschrei aus der Islamischen Welt und deren relogiösen Oberhäupter, die das Geschehen verurteilen und es den Attentätern und dem Rest der Welt ganz deutlich sagen, das Attentate durch nichts im Koran gedeckt sind und die Attentäter in der Hölle schmoren werden.

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  2. „Angenommen alle Menschen würden 4 Wochen keine Nachrichten sehen und hören, wir würden uns alle sofort sicherer fühlen.“

    Das ist der beste Satz, den ich bisher in dieser ganzen Diskussion gelesen habe!

    Mittlerweile halte ich das ganze sowieso für ein Gerücht – das genau zu dem Zwieck in die Welt gesetzt wird, uns zu überwachen.

    Vieles ist auch fachlich völlig falsch – siehe die KiPo- Diskussion. Klar, es gibt solche Perverslinge, aber deshalb alles überwachen? Das steht in keinem Verhältnis.

    Oder Sauerland: mit Wasserstoffperoxid sollte man keinen Sprengstoff basteln – und wenn doch: es hätte in Sauerland genau eine große Rauchwolke gegeben. Die ganzen Anschläge, die da angeblich geplant waren – undurchführbar. Wäre vorher (nämlich bei der Herstellung) hochgegangen.

    Aber so kann man Angst schüren, jeder ist für Sicherheit und akzeptiert dann den ganzen Überwachungswahn… die Frage ist nun nur noch: wem nutzt es? Ein Schelm, wer nun Böses denkt…

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  3. Wem diese Diskussionen um den Nacktscanner nützen?
    Wurde gestern bei „Markus Lanz“ ja gesagt durch die unverblümte Bemerkung des Österreichers: „Die Deutschen haben zuviel Geld.“
    http://markuslanz.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,7243009_idDispatch:9283697,00.html
    In der Gästeliste fehlt dieser Österreicher. Absicht? Er war jedenfalls derjenige, der vorführte, daß man Thermit (wird über 3000 Grad heiß und spielte auch eine Rolle bei 9/11) an der Flughafenkontrolle vorbeischmuggeln kann.

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  4. Der o.g.Österreicher ist Werner Gruber, Physiker und Kaabrettist. Habe ich übersehen, sorry.

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