Die BASF Kartoffel, Amflora zugelassen!

glückliche Biofamilie, copyright nixzen

13 Jahre musste sie warten, jetzt darf die BASF Chemie Kartoffel auf das Feld. John Dalli, EU Gesundheitskommissar aus Malta unterzeichnete die EU Zulassung zum Anbau in den Ländern der Europäischen Union.

Amflora ist der hübsche Name der genveränderten Knolle mit Antibiotikaresitenz. Sie darf  nun als Lebensmittel und Tierfutter angebaut werden. Schon vorher  hatte die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner ( CSU) den Versuchsanbau von Amflora erlaubt.  Nach einem Gespräch mit BASF kam sie zu dem Ergebnis, dass keine Gefahren von der “Genkartoffel“ ausgehen.  Allerdings sollen Schutzäune um die Gen-Kartoffelfelder ein Eindringen von Amflora in die natürliche Nahrungskette verhindern ( warum eigentlich Zäune, wenn alles so harmlos?).

Die EU Zulassung geht hier weiter,  Amflora darf als Futtermittel eingesetzt werden. Laut BASF soll die Chemie-Kartoffel nur industriell genutzt werden, die in ihr enthaltene Stärke wird angeblich für die Papierherstellung benötigt. Laut tageschau.de kommt Amflora allerdings für die Hersteller von Stärke nicht in Frage.

Die grundsätzliche Gefahr von Gentechnik  ist neben den nicht geklärten gesundheitlichen Aspekten, die Monopolisierung des Marktes. Schon jetzt üben Saatgutfirmen und Chemieriesen Druck auf die Märkte aus und mobilisieren über Lobbyisten Wissenschaftler und Politiker.

Amflora gehört wieder zurück in das Reagenzglas, aus dem sie entstanden ist.

6 Gedanken zu “Die BASF Kartoffel, Amflora zugelassen!

  1. Es wird dringend Zeit, das alle Produkte, die gentechnisch veränderte Substanzen enthalten (und wenn es Klebstoff oder Papier ist) eindeutig also solche gekennzeichnet werden müssen.

    Ich möchte die Wahl haben, ob ich solche Produkte kaufe oder boykottiere. Wir Leben doch in der freien Marktwirtschaft, dann soll es der Markt auch entscheiden können.

    Hier müssen wir wohl alle den Druck auf die Politik erhöhen.

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  2. die neue EU-Kommission benutzt die Wirtschaftskrise um den Interessen der der großen Konzerne gerecht zu werden.
    diese versprechen der Kommission nämlich neue Arbeitsplätze in der EU.
    Absoluter Blödsinn! Als ob dadurch ein neuer Arbeitsplatz entsteht! Höchstens im Gesundheitswesen, wenn nachher die Erkrankungen auftauchen …

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  3. Schlimmer gehts immer. Es gibt einen amerikanischen Mega-Konzern, Monsanto genannt. Der hat den Klein-Bauern in Südamerika (und sicher auch anderswo) den Garaus gemacht mit gen-manipuliertem Mais. Das Monsanto-Korn verdrängt die natürlich gewachsenen Pflanzen – die Vielfalt der Mais-Pflanze verabschiedet sich nach und nach. Muss wohl ein echtes Teufelszeug sein. BASF ist einfach nur ein kleiner Konkurrent. Um mitzustinken, machen die jetzt auch in Biotech.

    Laut Wikipedia: „Monsanto macht einen Umsatz von 11,724 Milliarden US-Dollar, einen Nettogewinn von 2,109 Milliarden US-Dollar. Die Forschungsausgaben betrugen 1,098 Milliarden US-Dollar.“

    Da frage ich mich, warum so ein Multi zum Unternehmen des Jahres gewählt wird. Wie immer, gehts wohl nur um die Kohle bei solchen schwachsinnigen Ernennungen.

    Fragt man den Normalbürger auf der Straße, ob er Gen-Food essen will, gibts ein eindeutiges Nein! Genauso ist es mit der Atomkraft. Ich kenne niemanden, der das gut findet. Trotzdem haben wir beides. Ist das nicht verrückt?

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  4. Monsanto möchte die Marktführerschaft, das Monopol für Saatgut.
    Für mich ist dieser Ansatz Menschenfeindlich und Verfassungsfeindlich.
    Ebenso wie Nestle gerne Wassermonopole schaffen möchte.

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