Pechvogel ?

Ich hab an dieser Stelle ja schon ein paar Mal über meinen kleinen Sohn geschrieben.

Heute gibt es erneut Anlass, denn er war sehr bedrückt und traurig. Auf meine Frage nach dem Grund für seinen Weltschmerz erzählte er mir, er habe immer Pech. Das konnte ich allerdings gar nicht verstehen und ich zählte ihm ( wie es Erwachsene halt so machen ) die “GLÜCKLICHEN“ Vorteile seines Lebens auf. Er erwähnte darauf hin, dass alle immer über ihn meckern würden.

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Immer ist sicher übertrieben, aber tatsächlich gibt es öfter Situation wo seine Vorstellung von Geschwindigkeit nicht der seiner Umwelt ( z.B. mir) entspricht. Etwas deutlicher formuliert, er ist manchmal sehr langsam. Ich fragte ihn, warum er denn nicht einfach etwas schneller werden würde, dann würde Niemand mehr meckern und er hätte somit kein Pech mehr. Darauf antwortete er mir, das genau das sein Pech wäre, er könnte einfach nicht schneller sein, obwohl er es sich so wünschen würde.

Trotz seines Wunsches würden alle meckern.
Diese Aussage löste einiges Grübeln bei mir aus: Pech ist also, wenn man sich wünscht, etwas zu sein, etwas zu können, es aber nicht schafft und die anderen meckern darüber.
Erst da fiel mir auf, dass wir alle ganz schöne Pechvögel sind.
Und da wir somit das Pechvogelsein gemeinsam haben, könnten wir auch aufhören, über die anderen zu meckern.

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5 Gedanken zu “Pechvogel ?

  1. Welch schöne Anekdote über dich, deinen Sohn und unser aller Pechvogeldasein.
    Ich kann die Sorgen deines Sohns übrigens sehr gut nachvollziehen: Ich habe mir auch immer gewünscht etwas aufgeräumter/sortierter sein, aber habe es einfach nicht geschafft. Zum Leidwesen meiner Eltern.

    Letztenendes gelten die Worte meines Vaters: Die Kinder bekommen ihre Eltern zu spät um sie noch erziehen zu können 😉

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  2. Der letzte Satz ist mehr als passend:-)).
    Ich leide immer noch unter dem Aufräumwahn meiner Mutter.
    Schlimm ist, ich versuche es ihr immer noch recht zu machen, aber damit höre ich Heute auf, basta!!!
    Den eigentlich bin ich ein freiheitsliebender Chaot, gmmmphhh.
    Un wenn ich mir vorstelle was mein Söhnchen später über mich schreibt.
    MMhhh, vielleicht das sein Vater immer so chaotisch war und ihm nie beigebracht hat aufgeräumt zu sein.
    Zwickmühle, wie man „Mann“ es macht ist es falsch.
    Also irgendwie die „Mitte“ finden.
    Irgendwie sind die Kinder ein Spiegel unseres Selbst und wenn wir die Mitte haben, haben sie sie auch.
    Und hey, der letzte Text in deinem Blog, ist der von dir?
    Egal, wirklich sehr gut.

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  3. Viel bedauerlicher ist doch, dass unserer Mütter UNS nicht aufgeben! Ich zumindest glaube nicht daran jemals an die oft von mir bewunderte Ordnung meiner Mama heranzureichen.

    „Mitte“ ist gut, aber nicht übertreiben damit: wer will schon gewöhnlich, mittelmäßige Menschen 😉

    Zu meinem Text: Jip, ist von mir!

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  4. Wenn ich jemals die Mitte erreichen sollte, gebe ich einen oder auch zwei aus:-)))
    yep, Mütter geben nie auf, da gibt es so ein Mutter-Gen.

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