Eine gesellschaftliche Bestandsaufnahme für zwischendurch

Stadion Alm, copyright nixzen

Wo stehen wir zur Zeit?
Normalerweise habe ich für diese Frage immer eine Antwort.
Zur Zeit fällt mir die Antwort allerdings schwer. Die Politik ( soweit der Name noch Programm ist) produziert Skandale und Skandälchen. Eine Vision hat keine der Parteien. Der Bundestag der „Rechtsanwälte“ gleicht eher einer Jobbörse für die Zeit nach dem Mandat. Wir schüttelten jahrelang den Kopf über die Korruption in Griechenland und flüsterten über die russische Mafia, doch wie sieht es in Deutschland aus? Sind wir wirklich die Bessermacher?
Die Nachrichten der letzen zwei Jahre sprechen eine andere Sprache, das Kapital frisst die Moral.
Am Arbeitsplatz zählt die persönliche Erfolgsstrategie, nicht der Teamgeist, nicht die Liebe zum Produkt. Die jetzigen Studenten sind gepresst in ein System aus Erfolgsdruck und Angst. Eine der Folgen: Ein chronischer Mangel an Sozialkompetenz.
Die jetzt 40-50 jährigen spüren die Fehler der letzten Jahre, denn sie haben noch die sozialen Achtziger erlebt.
Allerdings fehlt ihnen die jugendliche Kraft und Energie, das Steuer herum zu reißen.
Einzig die jetzigen 15-18 jährigen merken, dass sie etwas für die Zukunft verändern müssen.  Auf ihnen und den nachfolgenden Generationen lastet die Aufgabe, neue Ideen für diese Gesellschaft zu erschaffen.
Nur eine soziale und moralisch gefestigte Gesellschaft hat das Potential die Zukunft zu meistern.
Im Moment sind wir politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich weit davon entfernt.
Die  Rentner sind einigermaßen gelassen. Sie wissen, für sie wird es bis an ihr Lebensende noch reichen und sie haben es sich verdient.
Die Zukunft wird anders, das steht fest. Ob gut oder schlecht, liegt in der Hand eines jeden Einzelnen.

Ein Gedanke zu “Eine gesellschaftliche Bestandsaufnahme für zwischendurch

  1. Wo wir stehen?

    Wir stehen vor Diskussionen über die Abschaffung einer sozialer Grundsicherung, vor Ministern, die für ihre eigene Lobby die Kontrollinstanzen abschafft, mitten in einem Krieg, den aber keiner so nennen will, vor dem größten Schuldenberg der Geschichte, vor einer Kirche, deren Würdenträger Kinder mißbrauchen und deren „Unfehlbarkeit“ dazu schweigt, vor einem Vizekanzler, der lieber der Herr Westerwelle sein möchte, vor vermutlich einer Rieseninflation, vor einem Land, das seinen Kindern nicht ausreichend Bildung zukommen lässt, sondern nur davon schwätzt, wir stehen „hoffentlich!“ hinter einem langen Winter und vor der Fußball WM.

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