Kein Zucker, kein Heuschnupfen!

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Vor gut 3 Monaten musste ich aus medizinischen Gründen einen „zuckerlosen“ Selbstversuch starten. Zucker, Alkohol und Weizenmehl sind seit der Zeit tabu, siehe  Artikel. Jetzt ist es Zeit für ein persönliches, zwischenzeitliches, zweites Fazit. Es ist überhaupt nicht einfach, diese drei „Genussmittel“ zu umgehen. Man muss schon manchmal eine Lupe dabei haben, um das Kleingedruckte auf den jeweiligen Verpackungen lesen zu können. Umso unverständlicher, dass die EU-Politiker sich gegen eine Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln entschieden haben. Der Druck der „Nahrungsmittelindustrie“ wird wohl sehr stark gewesen sein. Denn, wie ich selbst festgestellt habe, ist in den meisten der angebotenen Lebensmittel Zucker enthalten. Und der Geschmacksträger bringt viel Geld in die Kassen der Lebensmittelchemie. Schon jetzt stellen Studien fest, dass wir immer dicker werden.  Allergien nehmen rasant zu und Herz-Kreislauferkrankungen finden sich auch bei immer jüngeren Menschen. Eine entsprechende Kennzeichnung hätte das Bewusstsein des einzelnen geweckt. Letztendlich aber, entscheidet jeder selbst, was er isst und trinkt. Ich jedenfalls  konnte feststellen, dass mein Heuschnupfen und die Hautallergien mehr oder weniger verschwunden sind. Zugegebener Maßen kann ich es,  rein wissenschaftlich betrachtet, nicht auf meinen Verzicht zurückführen. Persönlich bin ich aber überzeugt vom Erfolg meiner zuckerlosen Monate.  Für mich ist es im Moment das beste Mittel gegen Heuschnupfen. Neben Allergielosigkeit konnte ich auch eine Stärkung meines allgemeinen Wohlbefindens feststellen. Ab und an gönne ich mir Honig in den geliebten Espresso. So sind nicht alle Gaumenfreuden “ vom Tisch“.

Es wird wohl noch weitere zuckerfreie Monate, wenn nicht Jahre in meinem Leben geben .

Die Berichte darüber folgen.-).

Nachtrag vom Mai 2017:

Eine Reduzierung von Industriezucker bringt in jedem Falle Verbesserungen, zumindest in meinem Fall. Allerdings ist die Darmgesundheit scheinbar ein wesentlicher Faktor, bei dieser ist ja ebenfalls Zucker ein Kriterium. Die Gabe von Antibiotika beeinflusst den menschlichen Darm leider auf negative Weise, entsprechende Literatur dazu sind mittlerweile Bestseller.

Jeder menschliche Körper ist unterschiedlich, verarbeitet Stoffe auf eine andere Art und Weise.

Alleine zu schnelles, hektisches Essen kann verhindern, das wichtige Nährstoffe aufgenommen werden, welche unser Immunsystem stärken. Es gibt eine Menge Dinge, die propagandiert werden und eine Menge Menschen, welche nach schnellen Antworten suchen, oder die Antwort schon im Kopf haben und nur noch einen Bestätigter benötigen. Ich habe Heilpraktiker kennenlernen dürfen, welche sofort meine „Krankheit“ wussten, viele ihrer Patienten hatten dieselbe Krankheit. Fachärzte, die nach 5 Minuten eine Diagnose stellen konnten. Menschen/Freunde/Bekannte, welche sich ihrer Krankheiten online selbst diagnostizierten.

Es gibt viele Wahrheiten und ein Arzt sagte mir einmal, spätestens alle 10 Jahre gibt es eine Neue. Das ist schon etwas her, mit der digitalen Vernetzung hat sich die Geschwindigkeit wohl mehr als verdoppelt.

Aber zurück zum Zucker und dem Heuschnupfen und meinem Fazit, bis hierhin. Ich habe meinen Darm eine probiotische Kur gegönnt, mein Amalgam entfernen lassen und den Körper einer Entgiftungskur unterzogen. Stress reduziert. Meine Ernährung habe ich umgestellt, ich esse so gut ,wie keine Wurstwaren mehr. Verzichte zu ca.95% auf industrielle Lebensmittel, also Fertiggerichte, Jogurts mit Zucker, Lebensmittel mit Zusatzstoffen, ich habe entdeckt das selber kochen Spaß macht und besser schmeckt. Ein weiteres Plus, es ist günstiger. Die Aufnahme von Gluten habe ich sehr reduziert, was sich sehr deutlich bemerkbar machte. Fleisch und Fisch, einmal die Woche. 2/3 der Mahlzeit bestehen aus Gemüse, 1 Obst am Tag. Frische Luft und Bewegung können ebenfalls einen guten Beitrag leisten. Zusätzlich nehme ich täglich einen Drink mit Reishi und Cordyceps, zwei so genannten Heilpilzen ein, denen eine positive Wirkung auf Allergien bescheinigt wurde. Hinzu kommt OPC zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems. Ab und  an auch mal einen grünen Smoothie, ich möchte mich diesem abklingenden Hype ja nicht ausschließen. Weiterhin bei Bedarf Mikronährstoffe, Mineralien*.

Das hört sich für den Einen oder Anderen möglicherweise viel, odet sehr kompliziert an, aber meine Lebensqualität hat dadurch nicht gelitten, sondern sie hat sich verbessert.

Wichtig war mir persönlich, nicht zu orthodox und missionarisch mit mir selbst umzugehen. Ich habe die Sachen locker ausprobiert, viel gelesen, recherchiert und ne Menge Spaß dabei gehabt und habe es immer noch. Ich bin meine eigene Feldforschungsstudie geworden. Und ja, angefangen hat alles mit dem Verzicht auf Zucker, der findet sich hier im Haushalt weiterhin nicht, aber ich bin zum Imker geworden. Ich trinke schon einmal eine Limo oder ein Malzbier (gibt es auch mit Honig), esse ein Eis.

Gesamt Fazit: So gut, wie keine Neurodermitis mehr, einige Allergien sind verschwunden, einige sehr reduziert. Das gesamte Wohlbefinden gestiegen, weniger Erkältungen etc..

Bei der Studie von Büchern, online Publikationen, Filmen rate ich, den Verstand nicht auszuschalten und lieber einen, oder mehrere fachliche Ratschläge einzuholen. Eine Radikalität mögen die meisten menschlichen Körper nicht, dafür ist das System und die Zusammenspiele einzelner Faktoren zu komplex.

Wer weitere Fragen hat, gerne als Kommentar:-)

*Ich fand dieses Buch sehr lesenswert, drum habe ich es hier verlinkt, man braucht es nicht kaufen, jede gute Bibliothek hat es in der Ausleihe.

 

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20 Gedanken zu “Kein Zucker, kein Heuschnupfen!

  1. Wow, respekt!

    Wirst du (darf ich dich duzen?) irgendwann ein Lebensmittel nach dem anderen wieder einrühren um zu schauen an welchem genau es gelegen hat?

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    1. Liegt ganz klar am Zucker, der übersäuert. Aber auch an Antibiotika, die ich vorher mal eingenommen hatte.
      Ist aber keine Allergie gegen Zucker, es geht eher darum den Darm wieder fit zu bekommen, Zucker wirkt da wohl kontraproduktiv.

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  2. Hey…hach, Dein Blog am Morgen, immer wieder stolpere ich über Neues und von meiner Seite aus Altbekanntes.
    Diese „Diät“ kenne ich nur zu gut: Sie führt zur Reduzierung des Hefepilzes im Darmtrakt. Ich finde solche Themen eigentlich immer unschön, denn es hat doch wohl seinen Grund, warum der Mensch innen drinne mit so viel Glibber und Rosa ausgestattet ist und nicht von außen.
    Wie auch immer:
    Diese „Diät“ funktioniert hervorragend, geht einem aber schon nach drei, vier Tagen auf den Keks, weil man dann erstmal feststellt, wie Du auch, dass ü-b-e-r-a-l-l Zucker drin ist. Wahnsinn! Und auch Weizenmehl. Ich versuche das im Sommer immer so für drei bis vier Wochen durchzuziehen (klappt leider nicht immer), aber insgesamt habe ich, seitdem mir mein damaliger Heilpraktiker dazu geraten hat, sowohl meine Zucker- als auch meine Weizenmehlzufuhr drastisch gesenkt. Alkohol trinke ich eh kaum…der Zustand nach dem Genuss ist anstrengend.
    Ich mag Deinen Blog!

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  3. So!
    Ich habe jetzt auch eine Zuckerdiät. Bin mittendrin.
    Und NEIN! Es hilft bei mir NICHT gegen Heuschnupfen! Und ich merke, wie sehr mein Körper nach Zucker lechzt. Eigentlich die ganze Zeit. Ah, ich will Kekse, Schokolade und Schokoladenkekse.
    Und ich muss die ganze Zeit niesen! Verflixt!

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  4. Da kann ich nur Gratulieren. Genau diese drei, „Zucker, Alkohol und Weizenmehl,“ das sind die grossen Sündenböcke. Das Weizenmehl, habe ich durch Dinkelmehl ersetzt, und der weisse Zucker durch Rohrohr-Zucker. Es ist aber immer noch Zucker. Alkohol in Form eines Glases Rotwein konsumiere ich gerne zu einem guten Essen. ein Glas ist OK. Nach dem Essen erlaube ich mir ein kleines Stück Schwarze Schokolade zum Espresso. Man kann ja nicht auf alles verzichten, oder doch?
    Ich denke die Menge ist entscheidend doch Dein Weg finde ich schon der Beste.
    Liebe Grüsse zentao

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