Ich Photo, du Kino. Ein Besuch auf der Photokina.

rosarote Fotozeiten

Der Moderator, ein Berufsfotograf erklärte am Beispiel eines sitzenden, sogenannten Plaboybunnies die möglichen Varianten beim Modelshooting. Die ca. 100-200 knipsenden Männer mittleren Alters lauschten weniger seinen Worten, sondern brachten ihre Auslöser zum Glühen. Das „Bunnie“ lächelte mal links, mal recht in die Kamera. Der ebenso angeblitze Moderator wurde letztendlich von jemanden aus der Menge aufgefordert, doch bitte zur Seite zu gehen.

Bunnie, nein größer gibt es das Bild nicht:-)

Ab da wusste ich es wieder, ja ich bin auf der Photokina.

Photokina Besucher sind ein eigenes, ganz spezielles Publikum. Vergleichbar mit dem sehr speziellen Publikum einer Computer Spielmesse.

Da gibt es die Berufsfotografen/Innen, um die vierzig, ohne Kamera aber mit dem Nimbus des Machers/In. Da sind die beleibteren Herren um die Fünfzig, mit Foto- oder Lederweste und der wippenden Bauchkamera mit Teleoptik. Und da sind die jungen, schwarz gekleideten 20-30 Jährigen mich wachem, sehr wichtigem Blick. Mittlerweile filmen sie mehr, als zu knipsen. Die Asiaten und Araber und all die anderen waren natürlich auch alle da.

Nachdem ich 3, 30 Euro für ein 0,25 L Plastikfläschchen Wasser bezahlt hatte, machte ich mich auf die Suche nach den neuen „Gadgets“ der Fotozunft und fand erst einmal die Nostalgie. Es war schon ein kurioser, wehmütiger, ja fast trauriger Moment als mir der Gepe-Stand ins Auge viel. Gepe war einst ein bekannter Hersteller von Dia-Rahmen. Diese verkauft Gepe immer noch und Boxen für Speicherkarten ( Gepe Card-Safe,sehr zu empfehlen). Der Gepe Stand wirkte fast unwirklich zwischen all dem Messetrubel drumherum. Zwei ältere, grauhaarige Herren warteten mit Kaffeekanne und sehr trocken aussehenden Keksen auf Kunden. Ich habe es nicht übers Herz gebracht, ein Foto vom Stand zu machen.

Was gab es aber sonst noch zu erwähnen?

DIGI Spiegelreflex goes HD-Film, hierfür gibt es mittlerweile eine Menge nützliches und unnötiges Zubehör. Zum Teil zu phantasievollen Preisen. Bei Fuji konnte man sich dreidimensional knipsen lassen, sicherlich ein „Gag“ für die nächsten 2 Jahre. Manfrotto, seines Zeichens Hersteller für empfehlenswerte Stative aus Italien verkauft jetzt auch Klamotten ( warum auch immer, vielleicht ein neuer Marketingleiter). Fotojacken und eine Art Fotografen-Zorro Regencape, ab 400 Euro aufwärts. Bei den Studiolampen hält grelles, ungemütliches LED _ Licht Einzug und Fotobücher müssen nach der Größe des Messestandes von GEWE gut laufen.

Fragt mich jetzt bitte nicht nach neuen Kamera Modellen, da bitte euch in den ein oder anderen „Nerd Blog “ zu schauen. Ich hab einfach vor Jahren den Überblick verloren.

Vom Gefühl her würde ich sagen, früher in den alten, analogen Zeiten war der Fotograf und das Fotografieren „Rock´n Roll“. Jetzt ist es eine Mischung aus digitalisierten, gesampelten Cover Versionen. Immer auf der Suche nach einer absolut, neuen Richtung. Mein Fazit: So lange der Auslöser noch Geräusche macht und keinen “lieblings“ Song abspielt, soll es mir alles recht sein.

Fast vergessen: In 2-3 Jahren schau ich mal wieder rein, auf der Kinaphot in Köln.

Hier ein wenig anloge Fotohistory im Film.-). Film ist immer noch sehr zu empfehlen!

3 Gedanken zu “Ich Photo, du Kino. Ein Besuch auf der Photokina.

  1. Fotografieren und Rock’n Roll, da muss ich unweigerlich an Nan Goldin denken. Ihre Fotoarbeiten sind eine Dokumentation von Sex, Drugs, Rock’n Roll, Aids und Tod in New York und eine Art Foto-Blog über ihr eigenes Leben, wobei damals das Wort Blog natürlich nicht existierte.

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