Weltenzapper, verblöden wir mit der Zeit?

nixZen
Bevor sie weiterlesen, nehmen sich sich 2 Minuten Zeit
und konzentrieren sie sich nur auf diese Buchstaben:-), danke.

Heute telefonierte ich mit einem großen „U“ und wir kamen sehr schnell auf das Thema Geschwindigkeit.

Geschwindigkeiten spielen in unserer Gesellschaft eine sehr große Rolle. Wir verlangen schnelle, pünktliche Züge, sofortige Ergebnisse, schnelles Internet, schnelle Infos und und und. Die Liste ließe sich bis zum Ende dieses Blogs erweitern. Die Geschwindigkeit von Außen überträgt sich auch auf unser Verhalten, spätestens nach dem „Tatort“ fangen wir an zu zappen, schauen noch einmal ins Netz, lesen diesen Artikel quer, schreiben womöglich einen Kommentar, hören kurz im Heute-Journal die Nachrichten, legen Sachen für morgen zu recht und wenn wir nach drei Buchseiten einschlafen schwirrt uns noch manchmal der Kopf.

Von dem, was wir tagsüber an Informationen aufgenommen haben erreichen nur Wenige unser Langzeitgedächtnis. Für die regierenden Politiker, Industrie und Medien eine feine Sache. Rente erst ab 67 Jahren, Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken, Stuttgart 21, alles Schnee von gestern und morgen ist der in unserem Gehirn ganz weggetaut.

Wir machen es diesen Menschen sehr leicht. Durch unser „Weltenzappen“, SMS, Facebook, E mail, Radio, TV, Nachrichten, mobile phone, und (ja es gibt es noch) Telefon, Twitter, Xing und so weiter prallen so viel Infos auf uns ein, dass wir uns nur sehr wenige davon merken können.

An den letzten Brief, der uns von einen Freund, Freundin geschickt wurde, können wir uns womöglich sogar erinnern. Vielleicht sollten wir uns im neuen Jahr einfach mehr Zeit nehmen, um  uns auf wesentliche Dinge zu konzentrieren.  So zum Beispiel  weiter für einen Ausstieg aus der Atomkraft kämpfen und es den „Gesetzgebern“  nicht so einfach machen,  uns täglich neu weich zu spülen. Denn durchgezappte Jahre sind womöglich verschenkte Jahre.

TAZ Artikel: Macht google dumm?

Mist, ich bin noch nicht in FACEBOOK

P.S. Als der gute John noch lebte gab es noch kein Internet, aber ich wüsste was er machen würde, wenn er noch leben würde:-)

5 Gedanken zu “Weltenzapper, verblöden wir mit der Zeit?

  1. Ja, die Welt ist verdammt schnell, ungeduldig und oberflächlich (geworden). Und es ist nicht immer einfach, sich bei den ständig neuen Inputs nicht nur kurz auf das Wesentliche zu konzentrieren, sondern am Ball zu bleiben. Auf das wir dafür 2011 ein gutes Händchen haben.

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  2. Mein Tipp zum entschleunigen: Musikinstrumente lernen. Dafür braucht man Geduld, es erfordert Konzentration, macht Spaß und man kann hinterher ganz real etwas, das man vorher nicht konnte.

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  3. Ein „bedenklicher“, schöner, ein zum Nachdenken anregender Artikel, NixZen! Es stimmt ja alles was Du sagst. Ich bin im „Mittelalter“ geboren und aufgewachsen. Einen Telefonanschluß zu haben, war außergewöhnlich. Meine Schwester in Australien anrufen – ohne Voranmeldung unmöglich. Zwischen den Pflastersteinen wuchsen Blümchen. Ich lernte Schreiben mit dem Griffel auf Schiefertafeln. Dann, so um 1970 begann eine sagenhafte technische Entwicklung, bis heute – und sie ist noch lange nicht am Ende. Ich brauchte nicht auf „diesen Zug“ aufspringen – ich fuhr von Anfang an gerne mit ihm – ersehnte ihn sogar herbei als Junge – und er kam, dieser Zug nach „Nirgendwo“, und ist es nicht schön, nicht zu wissen wohin er uns alle fährt? der Zug der Zeit? nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise…

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