Volles Programm in den Ausstieg

Brot & Spiele, copyright nixZen

Klar ist es eine gute Sache, so ohne Atomkraft in die Zukunft. Aber wofür b.z.w. warum haben wir die blöden Dinger eigentlich gebraucht? Strom lässt sich gut verkaufen, Strom ist eine Ware. Innerhalb nur eines Jahrhunderts haben wir unzählige Dinge erschaffen, erfunden, welche Strom verbrauchen. Sie vereinfachen scheinbar unser Leben. Wir tragen sie mit uns herum, schlafen neben ihnen ein und lassen uns von ihnen die Welt erklären. In jedem europäischen Haushalt finden sich so genannte „stand by „ Geräte. Gerätschaften die auch bei Nichtnutzung Strom verbrauchen, da sie im Bereitschaftsmodus sind. Allein wenn die Menschen weltweit auf „stand by“ verzichten würden, würde eine Menge Strom nicht benötigt werden. Viele Geräte, wie die elektrische Zahnbürste braucht der Mensch nicht wirklich. Ein Großteil der Stromfresser ist pure Unterhaltungselektronik. Viele Geräte ließen sich verbessern oder sogar zu Stromerzeugern umrüsten, wie z.B. ein Kühlschrank. Da haben aber die großen Stromerzeuger etwas dagegen. Mit den Jahrzehnten kauften sich einige Wenige den Strommarkt zusammen. Ob es Absprachen mit der Elektroindustrie gibt oder gab, mag dahingestellt bleiben. Jetzt fordern diese Konzerne, bei Verzicht auf Atomkraftwerke, das Stromnetz auszubauen. Denn auch der Transport von Strom bringt Geld und wird vom Verbraucher bezahlt. Es gibt viele Möglichkeiten Strom selbst, autark zu produzieren ihn einzusparen und günstig zu herzustellen. Doch die Macht und die Lobby der Konzerne ist groß.

Ungebremster Wohlstand, basierend auf Konsum hat den Verbrauch von Strom in die Höhe schnellen lassen. Die damit verbundenen Risiken und Gefahren wurden ausgeblendet oder schön geredet. Auf der Strecke dieses andauernden Konsums bleiben die Akkus unseres Planeten. Diese sind leider nicht wiederaufladbar, wie die der elektrischen Zahnbürste. Fukoshima, Deepwater Horizont, ein schwindender Urwald, Finanzkrisen, Klimaveränderung und und und, sind mehr als nur warnende Zeichen für ein nötiges Umdenken. Die Idee des ewigen Wachstums ist ein veraltetes Konzept, welches sich wohl selbst erledigen wird. Ob Fokushima in tausend Jahren so gut besucht wird, wie das Kolosseum in Rom mag man bezweifeln. Beide hatten aber zumindest eine grundsätzlich, menschliche Idee gemeinsam, „Brot und Spiele“.

Ob die Partei der „Grünen“ uns helfen und retten wird, darf auch laut in Zweifel gezogen werden. Helfen müssen wir uns am Ende selbst, am besten gemeinsam..

Ein Gedanke zu “Volles Programm in den Ausstieg

  1. Raubbau an der Natur – alle wissen es besser, aber es scheint sich nichts zu ändern. Am Sonntag im Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/politik/landnahme-in-aethiopien/4016844.html . Wird sich denn nie etwas ändern? Mit wieviel Blindheit sind manche Menschen eigentlich geschlagen?
    „Brot und Spiele“ für uns, damit wir weiter fein abgelenkt werden. Weder Brot noch Spiele für Millionen hungernde Menschen, denen geholfen werden könnte, die aber als lästige „Wachstumsbremse“ angesehen werden.
    Kennst Du das Buch „100 Stunden“ von Jean-Christophe Rufin, dem ehemaligen Vizepräsidenten von Ärzte ohne Grenzen? Etwas reißerischer Klappentext, der vom Kauf abhalten könnte. Aber ein Buch voller Brisans und zum Teil der Wahrheit entsprechend. Macht ein „bißchen“ wütend!

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