Tod für den Regenwald

kopfloser Konsum, copyright nixZen, London/Camden

Brasilien hat ein neues Gesetz. Das brasilianische Waldgesetz aus dem Jahre 1965 wird modifiziert, es darf durch die Hintertür abgeholzt werden. Rinderzucht, Erzabbau, Goldsucher, Erdölindustrie, Agrarindustrie wollen ran an den Wald. Brasilien boomt, die Wirtschaft erlebt gerade ungebremstes Wachstum. Der Wald muss herhalten für die Jagd nach dem „goldenen Kalb“. Einen Tag vor dem Parlamentsbeschluss wurde der Waldschützer José Cláudio Ribeiro Silva und seine Frau Maria do Espirito ermordet. Sie wurden, auf dem Motorrad fahrend,von Unbekannten erschossen und ihnen wurden Teile der Ohren abgeschnitten.

Wenn man diese Nachrichten mit all den vielen anderen, wie Fokushima, Erdölbohrungen in der Arktis, Lebensmittelskandale, phantastische Bahnhöfe, Soldaten in Afghanistan, Tote bei i Pod Hersteller Apple usw. vergleicht, so kommt man zu einem Nenner. Es ist unser ungebremster, zum goldenen Kalb, erhobener Konsum. Die Marktwirtschaft reduziert uns auf dieses Kalb. Wie lange dieser „ Wachstumsglaube“ in Art einer Religion durchhält, mag ich nicht beurteilen. Das er einen Teil unserer Welt vernichtet, mag wohl niemand mehr bezweifeln.

Werbeanzeigen

8 Gedanken zu “Tod für den Regenwald

  1. Müssen wir uns denn zum Kalb bekennen? Oder können wir anders leben? Ich glaube, es war Michaela, die es dieser Tage auf deinem Blog kommentiert hat: Wir haben die Wahl zu entscheiden, was, wie und bei wem wir konsumieren. Wir haben die Wahl, uns zu empören, aufzustehen und uns für unsere Änderungswünsche einzusetzen. Gefährlich ist die Bequemlichkeit, in der wir uns eingerichtet haben und ein gewisser Fatalismus, das man alleine ja sowieso nix ändern könne. Ein Einzelner bewegt nicht viel. Das ist richtig. Aber die Welt besteht aus lauter einzelnen Menschen (Pflanzen, Tieren, Dingen). Und jeder muss für sich entscheiden, welche kleinen Dinge er oder sie zum Weltgeschehen beiträgt.

    Liken

  2. Die Missachtung der Natur auf der einen Seite. Auf der anderen Seite das kaltblütige Ermorden von Menschen, die sich – noch überwiegend gewaltfrei – wehren. Nicht nur in dem von Dir beschrieben Fall!

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s