Atomausstieg „ Alles muss man selber machen“

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So lautet der Kommentar von „ blackcat“ auf tagesschau.de. Der Kommentar war eine Antwort auf Sigmar Gabriels Verlautbarungen zum schnellen Atomausstieg. Gabriel sieht einen möglichen „Blackout“ der Stromversorgung, sollte es zu einem Abschalten der Kraftwerke kommen. Lange hatte die Atomlobby gesucht, mit dem PR-Thema „Blackout“ kann sie nun Zeit raus holen für die Oldie-Meiler. Während in Fokushima die Schreckensmeldungen weitergehen, aber in den Nachrichten zu Randnotizen mutieren, läuft die PR – Maschine der Atomlobby auf Hochtouren und die „Politik“ steigt dankbar mit ein. Die Entsorgung bleibt weiter ungeklärt und mit jedem Jahr steigt der Atommüll, aber das sind Themen von morgen, kassieren können die Konzerne heute.

Wenn Herr Gabriel weitere 10-20 Jahre einen möglichen „Atomgau“ in Kauf nehmen möchte, ist es sein persönliches Gedankengut, wählbar ist so etwas nicht!

7 Gedanken zu “Atomausstieg „ Alles muss man selber machen“

  1. Da die ersten energieversorgenden Preissteigerungs-Drohungen den atomenergieprotestierenden Bürger nicht stoppen konnten, werden jetzt halt härtere Geschütze aufgefahren.
    Aber … Blackout? Winter? War da nicht mal was?
    http://www.energieverbraucher.de/de/Energiebezug/Strom/Sicherheit-und-Qualitaet/Stromausfall-Muensterland__1660/
    Wie sieht es denn heute mit der Netzsicherheit aus? Werden wir die Wahrheit je erfahren, ob künftige Blackouts den Netz-Vernachlässigungen oder einem Mangel an Atomenergie geschuldet sind? Können gewisse Entscheidungsträger noch ruhig schlafen? Fragen über Fragen … ohne Antworten … und ändern wird sich nix. Ein wenig Makulatur und Business as usual bis zum nächsten GAU.
    Uns wird so gesehen nix anderes übrig bleiben als etwas selber zu machen. Wie wär’s mit: Strom sparen, Energieversorgerwechsel, Beteiligung an einer Energie-Genossenschaft usw. usf.?

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  2. „Werden wir die Wahrheit je erfahren, ob künftige Blackouts den Netz-Vernachlässigungen oder einem Mangel an Atomenergie geschuldet sind?“ – Nein. Ebenso wie wir nicht erfahren, wie gut die Netze ohne Atomstrom unter unterschiedlichen Szenarien funktionieren. Oder was was kostet oder auch nicht.
    Die Thematik und ihre Zusammenhänge sind viel zu komplex. Jede Berechnung hängt an so vielen Annahmen, die ich vorher treffe, um überhaupt rechnen zu können und an so vielen Entscheidungen, was ich noch einbeziehe und was nicht, dass sich jeder das System so zurechtrechnen kann, wie es für die eigenen Interessen passt. Das gilt im Übrigen nicht nur für die Energielobby. Die andere Seite macht es im Zweifel nicht anders.
    Klar ist nur: Würde die Atomindustrie konsequent die Folgen und Risiken ihres Tuns selbst finanzieren müssen, wäre das Geschäft völlig unrentabel. Denn dazu gehörten Endlagerforschung, Castorentransport unter Polizeischutz sowie Versicherungskosten für einen GAU dazu. Das zahlen ja wir, die Bürger, auch wenn wir Ökostrom einkaufen.
    Hessel: Empört euch!

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  3. Und diese innovativen Ideen müssten gefördert werden, und zwar nicht nur als Werbeaussagen vor Wahlen, auch nicht nur finanziell; Sie müssten ernst genommen werden. Es müsste den Menschen wahrhaft gezeigt werden, dass wirkliches Interesse besteht. Nicht nur in kleinen Forschungseinrichtungen, alternativen Betrieben, sondern im breiten Konsens der Gesellschaft. Aber wie beschreibt es kreadiv so treffend? Die Menschheit ist träge!

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  4. ich bin der Meinung, wir benötigen als erstes wieder mehr Gelassenheit. Die bringt dann auch wieder die Kreativität. Leben soll Spass machen und nicht die Jagd nach Gütern und Reichtum sein.
    Klar ist Empörung gut und Herr Hessel findet erstaunlicherweise Gehör, doch tummeln sich seine beschriebenen Empörungen schon seit Jahren in den Köpfen. Empörung ist das Eine, eine Änderung gerade des persönlichen Denken und Handeln das Andere. Gesellschaft verändert man nicht von heute auf morgen, es ist ein Prozess und der ist in Gang gekommen und nicht mehr zu stoppen, weder durch staatliche noch durch wirtschaftliche Gewalt, noch durch Erschaffung von Feindbildern und Ängsten.

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  5. Hast du ihn gelesen?
    Empörung und Gelassenheit widersprechen sich ja nicht. Empörung gibt den Menschen Kraft, eingetrene Pfade zu verlassen, Denken und Handeln zu verändern. Gelassenheit gibt ihnen die Ruhe, dabei friedlich zu bleiben, sich selbst und anderen gegenüber.

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