Bielefeld: 35 Platanen könnten Sanierungsmaßnahmen zum Opfer fallen

Bielefeld hat in den späten sechziger Jahren und in den darauf folgenden siebziger Jahren kaum eine Bausünde ausgelassen. Die Stadt muss einmal wirklich schön gewesen sein, jetzt gibt es nur noch wenige Kleinode. Gab es bis in die fünfziger Jahre viel Grün, eine Menge Alleen und schön Bauten, so muss man heute danach suchen. Siegfriedsplatz, Klosterplatz, Sparrenburg und der Grünzug an der Ravensberger Straße sind einige dieser wenigen Flächen. Die Platanenallee an der Ravensberger Straße liegt mir persönlich besonders am Herzen, ich befahre oder begehe sie täglich. Bei jeder Begegnung freue ich mich über die Bäume und den Grünzug. Doch jetzt droht den Bäumen Unheil in Gestalt der Kettensäge. Eine nötige Sanierung der verrohrten Lutter ( in Bielefeld fließt der städtische Fluss, anders als in anderen lebenswerten Städten unter der Erde) könnte eine Fällung von Bäumen möglich werden lassen. Ob sie tatsächlich nötig ist wage nicht nur ich zu bezweifeln. Der Verein Pro Grün setzt sich für die Platanen ein und ist somit zum „Sprecher“ der Bäume geworden. Wer auch gegen eine Fällaktion und für Alternativen einer Verrohrung ist, kann in der Hammer Mühle seine Adresse und Unterschrift unter eine entsprechende Liste setzen ( ein Bier ist natürlich auch möglich.-)), die Platanen werden es danken.

Also liebe städtische Planer, seid mal schön fortschrittlich cool und nicht so blöd wie eure vielen Vorgänger.

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NW oder WB

7 Gedanken zu “Bielefeld: 35 Platanen könnten Sanierungsmaßnahmen zum Opfer fallen

  1. Vor kurzem wurde *eine* Platane gefällt, die ich seit meiner Geburt kannte und auf die ich jahrzehntelang schaute – sie musste Luxus-Eigentumswohnungen weichen. Als die Kettensägen loslegten, verkroch ich mich so weit es ging. Doch die Erschütterung, als der riesige Baum fiel, brach mir das Herz. (Call me tree-hugger…)

    Hier in Hamburg wird jede noch so kleine Baulücke oder öffentliches Grün mit „exklusiven Lofts“ und anderen vollkommen überteuerten Eigentumsimmobilien vollgepropft. Die Frage ist nur, wer will dann noch hier wohnen? Wenn es bald nur noch Häuserschluchten (Windkanäle) und null grün gibt? Darauf hätte die Umwelthauptstadt 2011 wohl gerne eine Antwort.
    *grmpf*

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  2. Kurze Antwort bevor ich „My Name is Earl“ in mein Gehirn lasse.
    Diese 35 Platanen werden nicht gefällt werden, ansonsten müsste ich für eine Zeit meine „Stille“ verlassen und den Drachen rauslassen und dann wirds ungemütlich.
    Nee ich mach nix kaputt, aber dann muss man sich die Macht des Systems einverleiben, altes chinesisches Strategem:-). Aber der Geist des wu wei wirds wohl schon gut ausgehen lassen .
    Ja, HH und die Reichen ist mittlerweile eine schlimme Sache und es kommen noch mehr.
    Aber ich komme auch mal wieder und bin nicht reich, kaufe auch kein Loft, trinke nur nen Kaffee und mach ne Hafenrundfahrt

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  3. Das Umweltbewusstsein Von Atatürk “Die laufende Villa” in Yalova

    “Die laufende Villa” in Yalova

    “Die laufende Villa” in Yalova ist das Symbol fürAtatürk’s Naturliebe und Naturverbundenheit.Er war ein grosser Staatsmann und ein liebvoller Mensch, der um einen gefaellten kleinen Lindenbaum oder um ein gestorbenes junges Pferd weinen konnte. Er konnte von der Pracht eines grossen Ahorns bezaubert sein.

    “ Der Ahorn symbolisiert den Staat…”

    Am 29. August 1929 wollte Mustafa Kemal Atatürk nach Bursa fahren.Diesmal fuhr er nicht mit dem Auto, sondern zum ersten Mal mit seiner Jacht nach Bursa.An der Küste von Yalova, sah er einen alten Ahornbaum, der seine Aeste frei streckte und den Kopf stolz nach oben hielt.Er hielt an und ging zu dem Baum.Er setzte sich in dessen Schatten und lehnte seinen Rücken an den Stamm.Für Atatürk waren alle Ahorne, Buchen, Eichen, Tanen, Trauerweiden etwas Heiliges.Als er aufstand, hatte er sichschon entschieden.Er wollte diesem Ahorn noch naeher kommen.Er liess sich dort ein Haus bauen.

    Eines Tages kam Atatürk dazu, als ein Gaertner Aeste aus em Ahornbaum abschnitt.Gleich rief er den Gaertner zu sich und fragte ihn, warum er denn die Aeste des Baumes beschneiden würde.Der Gaertner antwortete : “ Si sind zu lang.Sie haben sich gegen die Waende des Hauses gestemmt.”Atatürk wollte nicht,dass die Aeste abgeschnitten werden und gab dann folgende Anweisung:

    “Der Baum wird nicht beschnitten, das Haus wird weggerollt.”

    Daraufhin baute man unter dieses Haus Schienen und rollte das ganze Haus insgesamt 4.80 m weit. Von dem Baum.

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