Facebook will Gesichtserkennung einführen

Spannend, wie dieses Thema in manchen Kommentaren verharmlost wird. Man stelle sich die Facebook Daten 1933 vor. Ob Facebook die Daten nur an Werbekunden weiterleitet mag glauben wer möchte, letztendlich wissen wir nichts. Es wird Zeit das wir unser Gesicht retten:-). Dieses Bildchen dürft ihr gerne weiter verwenden.

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17 Gedanken zu “Facebook will Gesichtserkennung einführen

  1. Vielleicht wird eines Tages das Gesicht von Guy Fawkes als Anstecker, Tattoo oder jpg/tiff Menschen markieren, die sich nicht taggen lassen und mit dieser Maske ihren Willen erklären, rechtlich gegen die unerlaubte Veröffentlichungen ihrer Gesichter vorzugehen.
    Noch gibt es einen Datenschutz in Deutschland. Und der sollte gestärkt werden, gegen Apfel, Fratzenbuch, Gockl und Co.

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  2. Ich habe das ja auch lange verharmlost, so nach dem Motto: na und, ich habe doch nichts zu verbergen. Aber das geht am Thema vorbei. Ich meine, was für eine Unverschämtheit ist das, dass ich mein Gesicht und so weiter extra schützen muss, damit es nicht jeder an jeden versenden kann. Ich darf keine Leute auf der Straße fotografieren, ohne dass ich sie vorher um Erlaubnis frage und Herr Zuckerberg sammelt und verschickt meine Daten. Vielleicht habe ich nichts zu verbergen, aber wenn ein Facebook Beitritt bedeutet, automatisch auf seine Intimssphäre zu verzichten und auf die eigene Entscheidung, wer was über mich wissen soll und darf, dann sollte das zumindest so klar kommuniziert werden.

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  3. Das Ding ist doch, du speicherst ja selber deine Daten nicht, vielleicht hast du ein Tagebuch. Facebook sammelt ja nicht nur deine Bilder es weiß was für Musik du vor Jahren gehört hast und mit wem du auf Party warst, welcher Aktivistengruppe du angehörst usw. .
    Weiß du noch mit wem du 1988 Sylvester gefeiert hast, ich nicht. Stell dir den Deutschen Herbst der 70 er vor und ein Freund den du hattest war da irgendwie dabei, was würde der Staatsschutz wohl machen und macht er womöglich schon. Du gerätst in eine Geschichte, mit der du gar nichts am Hut hast
    .

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  4. ja genau das ist es, was wir nicht realisieren! Insofern kann nämlich alles gegen jeden verwendet werden, und die Freiheit kann von einem Moment zum nächsten weg sein, die Daten aber nicht.

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  5. Hab‘ ich gesagt, dass ich mich darauf verlasse?
    Hab‘ ich gesagt, dass der Datenschutz gestärkt werden muss. Derzeit wird er ja eher ausgehölt.
    Nicht nur von Apfel oder Fratzenbuch, sondern auch von Hannah, Herbert und all den Hinzens und Kunzens, die nicht nur sich selbst im Netz nackig ausziehen, sondern die Persönlichkeitsrechte ihrer „Freunde“ oder irgendwelcher Fremder missachten, indem sie massenweise Fotos ins Netz stellen. Am besten auch gleich noch ihr Adressbuch hochladen und so gleich den nächsten Rechtsverstoß begehen.
    Ich würde mich freuen, wenn es hier eine Sensibilisierung und eine wirksame Ahnung gäbe. Oder eine Sensibilisierung durch eine Ahndnung.
    Das löste sicher nicht alle Probleme, aber es wäre ein Schritt.

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  6. Letztlich nützt Facebook nur ausschließlich Facebook. Wer es nicht meidet, ist selbst dran Schuld. Jeder von uns, der hier irgendwie im Netz unterwegs ist, hinterlässt schon so viele Spuren, dass ganz locker ein Profil von ihm ertstellt werden kann, was letztlich ja auch im Hintergrund geschieht. Der gläserne Mensch ist längst Realität. Leider.

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  7. Ich umgehe das alles ganz einfach. Ich bin nicht bei facebook, werde es nie sein und gut ist. Allerdings sollte ich vielleicht doch mal mein Gravatar ändern….. wer weiß, wo das sonst landet. Andererseits bin ich ja auch vielen unserer Photos auch live und in Farbe zu sehen.

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  8. Das ist mir ein wenig zu einfach. Internet ist ok, soziale Netwerke auch, aber wir müssen dafür sorgen, die Kontrolle über unsere Daten zu bekommen. Es ist ein Prozess, wie es immer schon Prozesse in der Art gegeben hat. Sonst hätte wir immer noch keine Regeln für den Straßenverkehr.

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  9. Mag sein, aber genau so einfach ist es. Natürlich ist Internet ok, wir nutzen es ja auch alle. Welche Rolle soziale Netzwerke für den einzelnen spielen, mag jeder für sich selbst entscheiden. Der beste Datenschutz beginnt vor der Tastatur. Aber ganz klar für mich ist, das ich keine Kontrolle mehr über die Daten habe, die ich in einen Rechner eingebe. Datenschutz, der Regeln festlegt, ist richtig und wichtig, aber, so sehe ich das, er ist auch eine Illusion.
    Bisher konnte ich sehr gut auf Facebook, Xing, Twitter, Google+ oder was auch immer, verzichten, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu vermissen.
    dm

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  10. Du brauchst ja selber gar nichts einzugeben. Es reicht ja, wenn jemand, der deine Kontaktdaten hat, sein Adressbuch mit seinem facebook-Account abgleicht. Wenn du auf einer Party warst und wurdest – vielleicht nicht in der schmeichelhaftesten Pose – fotografiert. Irgendeiner lädt es hoch und ein anderer taggt, hey, dass ist doch der/die Hausundhirsch.
    Das Beispiel mit dem Straßenverkehr finde ich schon gut. Werde ich geblitzt, muss ich zahlen. Werde ich zu schnell geblitzt, kriege ich außerdem Punkte. Zu viele Punkte oder mich mit zu vielen Promille am Steuer erwischen zu lassen, entzieht mir die Fahrerlaubnis. Das verhindert nicht, das Leute zu schnell oder besoffen fahren, aber es diszipliniert und macht sensibel dafür, was okay ist und was nicht. In puncto Daten- und Persönlichkeitsschutz ist das Wissen bei den meisten Leuten eher jungfräuchlich.

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  11. Ja, aber es ist doch wahr, dass sich das „Problem“ so einfach nicht lösen lässt. Nicht einmal wenn man komplett auf das Internet verzichten würde, ich glaube man muss sich da schon die Mühe machen, nachzudenken und sich für seine Rechte einzusetzen.
    Haushundhirsch meint Datenschutz ist nicht möglich. Also heißt das; Kopf in den Sand stecken und ausharren? Natürlich ist man in vielen Bereichen einer gewissen Willkür ausgesetzt, aber ich glaube, dass sollte nie so aufgefasst werden, dass man sagt; die machen ohnehin was sie wollen.
    Aber irgendwie steht das alles auch schon in dem „statt Sonntags Zitat“ von unserem Gastgeber hier.

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  12. Wenn ich (dm) schreibe, dass der Datenschutz eine Illusion ist, heißt das nicht: Kopf in den Sand stecken. Über Lösungen wurde noch gar nicht geschrieben, aber ganz sicher ist der Datenschutz, wie wir ihn kennen, keine Lösung!
    Willkür lässt sich auch immer durchbrechen – die machen ohnehin was sie wollen, ist sicherlich nicht meine Einstellung. 😉

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  13. da bin ich sehr beruhigt haushundhirschblog, eigentlich hätte ich es mir auch nicht vorstellen können, andererseits führt das gefühl von ohnmacht ja schnell zu solchen reaktionen. ich persönlich fühle mich vollkommen überfordert mit der thematik datenschutz, das ist so vielfältig, und häufig so widersprüchlich, dass ich selbst häufig geneigt bin, den kopf in den sand zu stecken, zum glück ziehe ich ihn in den meisten fällen recht schnell wieder heraus.

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  14. Das was die Muetzenfalterin beschreibt ist ein großes Problem dieser Gesellschaft. Wir können ein Problem nicht auf eine Ursache beschränken. Alles hängt zusammen. Wir fühlen uns von so vielen Dingen überfordert und so geben Einige einfach auf, weil sie nicht mehr verarbeiten können.
    Die Betrachtungen der einzelnen Dinge machen uns subtil Angst und der gehen wir aus dem Weg.
    Noch nicht einmal die meisten Abgeordneten im Bundestag wissen über was für Inhalte sie beim Rettungspaket abgestimmt haben. Wir leben seit einem Jahrhundert mit einem Finanzsystem, welches absoluter Blödsinn ist, weil es alle 40-50 Jahre einen Crash gibt. Aber für viele ist dieses schon nicht mehr zu verstehen. Da möchten wir oft den Kopf in den Sand stecken, nützt aber nix, denn dieser ist entweder Öl verseucht oder verstrahlt.

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