Die Kunst nicht künstlich zu sein…

Mein Kumpel, also der mit dem großen U, machte mich auf ein drolliges Programm aufmerksam. Dieses Programm sagt einem, ob die gemachten Fotos ästhetisch sind oder halt nicht. Ich will mich gar nicht im Detail mit dem Programm befassen, sondern mit der Vielzahl von Programmen die uns sagen können, sollen, wollen, wie es denn nun „richtig“ geht, ist, sein wird. Es gibt entsprechende Software für „Musikhits“, für Lyrik, für Bewerbungen, für Architektur und was auch immer. Aber eine Frage grub sich tief in mein Hirn ein, warum benötigen wir ein Programm, welches uns sagt, was gut, gesellschaftskonform, ästhetisch, womöglich Kunst ist? Haben wir unser Wissen an die menschliche Ästhetik, den eigenen Verstand, Geschmackssinn verloren? Bestimmt nicht! Diese Programme werden von einigen wenigen Menschen erfunden um damit Geld zu verdienen, Macht und Einfluss. Mich würde interessieren, welches Programm Herr von Guttenberg anwendet. Sicherlich hat er ein sensationelles „PR-Programm“ in der Hinterhand, oder zumindest ein paar PR-Profis mit ensprechender „Software“ und Kontakten. Diese Programme laufen letztendlich immer nach dem gleichen Muster. Sie meinen zu wissen wer wir, die 99% sind, ein bissel dumm und leicht manipulierbar. Sind wir das wirklich?

Hören wir doch einfach mal rein:

the morning benders – boarded doors/lyrics

18 Gedanken zu “Die Kunst nicht künstlich zu sein…

  1. Mein Programm antwortet auf Deine Frage: „Ja! Na ja! Vielleicht! Eventüll! Mal sehn! Weiß nicht genau! Oder doch nicht wirklich? … Error“.

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  2. Ich glaube das Problem sind nicht die Programme, sondern die Menschen, die solche Programme benötigen, weil sie nicht auf sich vertrauen, sondern auf statistisch errechnete 99 % und darauf, wenn schon, dann positiv aufzufallen. Echte Kunst entsteht nur, wenn einer sich traut zu scheitern. Finde ich.

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  3. Immer diese vielen Entscheidungen. Wie wäre es mit einem Programm, dass zwischen guten und falschen Entscheidungen entscheidet.
    Oder sinnvollen und sinnlosen Programmen 😉
    LG Michel

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  4. hey michel, ich hab so ein Programm und es sagt ich soll solche programme nicht nutzen, es hat sich aus gram über diese entscheidung/aussage selber zerstörrt, zzzhhh was soll man da sagen

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  5. Oh … schon wieder fehlinvestiert. 😉

    btw. Vor mindestens 10 Jahren erzählte mir ein freundlicher Banker einer äußerst kleinen dörflichen Filiale ganz begeistert, dass sein Institut jetzt mit toller Software – in der Art wie von Dir oben beschrieben – arbeitet. So wüsste er sofort, ob sich ein Geschäft lohnt oder nicht. Ich fragte ihn damals schon, ob er seine Menschenkenntnis und Berufserfahrung geringer schätzt, als diese Software. Die Filiale gibt es nicht mehr!

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  6. Die Kunst nicht künstlich zu sein… ist das Kunst, echt zu sein, authentisch?
    Authentisch sind wir alle (mal gewesen) und sind es tief drin sicher immer noch. Manche zeigen es auch nach außen. Vor meinem geistigen Auge steht diese Schulleiterin vom Infoabend vergangene Woche, die klar sagte, was sie vom Ganztag hält (nämlich nix) und wie sie Indivudualförderung umsetzen an der Schule etc. – Egal, ob man mit dieser Schulleitung einer Meinung ist oder nicht, man spürte, dass diese Leitung für etwas steht, von etwas überzeugt ist und dies im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Geltung bringt. Davon könnte es mehr geben.

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