Der Versuch eines Wochenrückblicks zum ersten Advent.

Ich gehöre zu den Typen, die ihre Filme noch in den aussterbenden Videotheken leihen. Als DVD nicht als blu ray. On demand die Streifen runter zu laden oder zu schauen ist mir zu rituallos. Viele der Neuerscheinungen geben ihren durchschaubaren Inhalt schon nach ein paar Filmminuten Preis,  ohne ein Orakel zu bemühen. Was das mit dem Wochenrückblick gemein hat? In jedem Fall das Fragezeichen:-).

Guttenberg erscheint schneller als erhofft wieder auf der medialen Bildfläche und bekommt selbstverständlich den medialen Raum. Er zeigt uns aber auch schon einmal eine Karte, die er womöglich aufdecken wird. Die Gründung einer eigenen Partei, rein selbstlos versteht sich.

Im Schwabenland dürfen sie über Stuttgart 21 abstimmen. Wer für den Bahnhof ist muss mit „Nein“ stimmen, wer dagegen ist mit „ Ja“. Über 80 % der Schwaben verstehen das Wahlverfahren nicht. Das Steuer finanzierte, größte Immobiliengeschäft des Ländle wird wohl seinen chaotischen, infernalischen Lauf nehmen.

Im Wendland übernehmen Ordnungskräfte amerikanische Verhaltensweisen und sprühen Pfeffer was die Dosen hergeben. Herr Kretschmann ( der GRÜNE mit den Bahnhof ) versucht weichzuspülen und findet kurzfristig Proteste gegen Atomkraft nicht mehr so wirklich nötig, also nicht so dolle. Die nächsten 11 Jahre gehen doch schnell rum und da wird schon nichts passieren. Über den Müll muss man halt reden. Den Ägyptern fällt auf, dass sie geleimt worden sind.

Die GRÜNEN halten einen Parteitag ab und suchen nach Kompromissen, für was auch immer. Wenn die deutsche Politik eine Spielplatzwippe wäre, würden sich die Parteikinder in der Mitte sitzend um die Plätze streiten, nur der kleine Junge mit dem gelben Pulli steht daneben und heult. Auf der linken Seite sitzt ein Liebespärchen in roten Shirts und ein dicker Junge mit Springerststiefeln will sich auf die rechte Seite setzen.

In Durban reden sie über das Klima und es regnet endlich wieder in Deutschland. Der Rhein darf sich freuen.

Über die 10 Morde weiß man nicht viel und davon auch wenig. Absicht oder Versagen? Diese Frage wird wohl mit dem nächsten Bundesligaspieltag untergehen.

Rette sich wer EURO kann! Ratingagenturen aus den USA bestimmen über die Kreditwürdigkeit von Euroländern. Kein Wochentag ohne Abstufung. Die Energiemultis möchten tausende Mitarbeiter in Deutschland entlassen, Praktiker ebenso. Daimler sagt tschüss zum Maybach. Die Supernanny schmeisst ebenfalls hin. Und in Japan bebte mal wieder die Erde, aber nur als Randnotiz. Die NASA schießt den Mars Roboter „Curiosity“ ins All, welch ein Zeichen!

5 Gedanken zu “Der Versuch eines Wochenrückblicks zum ersten Advent.

  1. Der Rückblick in dieser komprimierten Form lässt mich kein Like klicken, weil mir von dem, was Du da im Zeitraffer beschreibst, schon die ganze Woche kotzübel ist. Ich habe keinen Adventskranz, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie es Sonntag für Sonntag heller werden könnte, während mir bei jeder Artikelüberschrift in den Printmedien immer dunklere Gegenwartsvisionen erscheinen. Was gerade im Wendland abläuft, macht mir mehr als Sorge.
    Wo ist mein Wu Wei geblieben?
    Also das fehlende Like betrifft NICHT Deinen Artikel! Nur mal so zum Verständnis 😉

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  2. Ich denke ja, wir sollten unseren Film wieder anfangen selber zu drehen und nicht blöde in irgendwelche Screens/Bildschirme zu starren.-)
    Im Wendland machen sie es ja schon, meinen aufrichtigen Respekt an die Menschen in der Kälte!!!!!!!!
    Wir sind den Nachrichten nicht ausgeliefert, wir können selbst welche schreiben:-)

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  3. Schöner Text, Herr NixZen, unser Kompliment dazu.
    Dass die Supernanny aufhört, hat uns wirklich aus der Bahn geschmissen. Was wird denn jetzt aus den ganzen Kindern in Deutschland? Hat da mal jemand darüber nachgedacht?

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  4. In Stuttgart sind die Gegner gescheitert, im Wendland frieren sie immer noch an den Gleisen und Herr Kretschmann fügt sich und ich werde das Gefühl nicht los, zu unlieb ist ihm der Ausgang gar nicht.
    Wir können nicht nur selber Nachrichten schreiben, wir können sie auch erzeugen, in dem wir uns engagieren.
    Dein Wochenrückblick ist schlicht gut gelungen. Und ich bin keine Werberin für die Grünen 🙂 Ich bin ja nicht mal deren Wählerin. Aber das nur am Rande. Es war lediglich ein Zitat einer Frau, die ich nicht ausstehen kann.

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  5. Neue Parteien kopieren alte Kompromisse, geben sich einen bunten Anstrich und treten die Menschenwürde mit Stiefeln. Kein Wunder, dass die Nanny der Super-Nicht-Erzieher da nicht mehr mitmacht.
    Irgendwie sind vergangene Woche ein paar Nachrichten schlichtweg an mir vorbeigegangen … oder wollte ich den Wahnsinn nur nicht wahrnehmen?

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