Keine Angst vor der Angst


Die Angst ist verschwunden, wenn Sie ihr Ihre volle Aufmerksamkeit gewidmet haben.
Krishnamurti
Wenn Sie zuerst die psychischen Ängste verstehen, dann können Sie mit den physischen Ängsten fertig werden, nicht umgekehrt.
Krishnamurti
Die Wurzel des Optimismus ist Angst.
Oscar Wilde

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13 Gedanken zu “Keine Angst vor der Angst

      1. Angst ist in uns , ohne Angst gäbe es unsere Spezies nicht mehr. Mut gehört dazu, sich seinen Ängsten zu stellen. Nehmen wir das zweite Zitat. Ich habe vielleicht Angst vor Brücken, die über Wasser führen. Ich stelle mich dieser Angst. Der einfache Weg wäre, Brücken zu meiden und Umwege zu gehen (Pech, wenn auch noch Angst vor Booten dazu käme und ich nicht schwimmen kann. Dann bliebe ich für ewig und immer auf einer Uferseite). Wenn ich mich mit dieser Angst auseinander setze – vielleicht mit Hilfe eines anderen Menschen – und diese Angst überwinde, braucht es keinen Mut mehr, die Brücke zu betreten. Dieses Beispiel kann man wörtlich aber auch im übertragenen Sinn sehen. Ich habe jetzt den Mut, gute Nacht zu sagen (muss um 530 wieder raus).

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      2. „Angst ist in uns, ohne Angst gäbe es unsere Spezies nicht mehr“ eine Gewissheit die ich so nicht teilen kann, da es in diesem Universum unendlich viele Wahrheiten gibt.
        Man könnte andersrum behaupten die Angst vor stockendem Wachstum, Feinden, Hunger, weniger Reichtum, vor was auch immer, bringt die Menschen dazu sich selbst auszurotten, aber auch diese Meinung würde ich nicht teilen, trotz Kriegen, schmilzendem Polareis, Atomkatastrophen… .
        Warum benötige ich Mut mich meinen Ängsten zu stellen? Ich könnte es auch mit Gelassenheit oder Neugier probieren, mich der Angst zu nähern, oder mit Wissen, wie auch immer, es gibt nicht nur einen Weg, eine Brücke. Ich kann auch bis zur Quelle vom Fluss pilgern und um ihn herum gehen:-), manche machen das.

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  1. Namasté!
    Dass es unsere Spezies ohne Angst nicht mehr gäbe, halte ich für unzweifelhaft und unstreitig. Dass es „in diesem Universum unendlich viele Wahrheiten“ gebe, ist hingegen kaum nachvollziehbar. Man hört und liest diese Statement zwar häufig, doch liegt darin ein Missverständnis. Unterschreiben will ich gern, dass es unendlich viele Perspektiven, gern auch, dass es unendlich viele Manifestationen der Wahrheit im Unviersum gibt; das aber ist etwas gänzlich Anderes.

    „Warum benötige ich Mut mich meinen Ängsten zu stellen? Ich könnte es auch mit Gelassenheit oder Neugier probieren, mich der Angst zu nähern“ – klingt gut. Wenn man hingegen erkannt hat, was es mit dem Phänomen Angst auf sich hat, ihre wahre Natur erkannt hat, wird man feststellen müssen, dass die Aussage so, wie sie hier steht, nicht haltbar ist.

    Mit Metta und Euch ein angstfreies Wochenende wünschend 😉
    „Phra“ Michael

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    1. Mit Wahrheiten meinte ich die “ Gedanken“ von uns Menschen, die wir ab und an zu einer Wahrheit verfestigen.
      Ich habe bisher kein verfestigtes Gedankenbauwerk, ich baue und sammle Material.
      Ich freue mich allerdings fuer jeden, der seine Wahrheit gefunden hat.

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      1. Wenn Du mit Wahrheiten Gedanken meinst, dann meinst Du wahrscheinlich das Gleiche wie ich, wenn ich von „Perspektiven der Wahrheit“ spreche. Der Gedanke in seiner Existenz ist Wahrheit – sein Inhalt hingegen nicht. Ich finde, es ist gerade in einem Bereich wie Spiritualität von großer Bedeutung, in den Begriflichkeiten weitgehend präzise zu sein, sonst redet man schnell aneinander vorbei. Sehr schön, finde ich, kann man das an dem Begriff „Geist“ feststellen. Die einen meinen damit Gedanken, die anderen Bewusstsein, die Dritten „Seele“ und so weiter.
        Brauchen wir ein verfestigtes Gedankenbauwerk? Hm … ich empfinde es so, dass wir, solange wir noch nicht „angekommen“ sind, immer weiter bauen, um dem Ziel (was es auch sei) näher zu kommen. Aber erst, wenn das Gebäude in sich zusammenstürzt merken wir, dass wir nicht hätten bauen müssen, denn es ist alles da …
        Mir persönlich geht es auch weniger um „Wahrheitsfindung“ … die kommt, wenn sie kommen soll. Ich versuche, der menschlichen Psyche auf die Schliche zu kommen. Wie entsteht Leid? Was ist Leid? Kann Leid beendet werden und gibt es einen Weg dorthin? Aber so hat jeder halt seinen Zugang.
        Mit Metta
        „Phra“ Michael

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      2. Ja die Worte und ihre unterschiedlichen Interpretationen. Ich hatte mal so meine Probleme R. Steiner zu verstehen:-). Online ohne gegenüber ist es schwerer als im realen Gegenüber.
        Ja, der Turmbau zu Babel…lach.
        Als ich vor Jahrzehnten ein erstes Praktikum in einer Kita machte baute ich mit einem Kind einen Turm aus Kappla- Baukloetzen, als der Turm fertig war und wir ein Foto gemacht hatten, rannte er in den Turm rein, mit wirbelnden Armen.
        Der Turm war doppelt so hoch wie er und die herabstürzenden Kapplas fielen schmerzhaft auf seinen Kopf. Auf meine Frage nach dem warum, antwortete er: “ Damit ich etwas Neues bauen kann“

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      3. Zum.Thema Worte.wuerde.mir noch einfallen, wer entscheidet was präzise ist und was nicht.
        Bei so vielen Sprachen, Dialekten und Interpretaionen…

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  2. Ich sag’s ja immer wieder: Von Kindern können wir ungalublich viel lernen 🙂
    Das mit dem „Präzise“ … ist eine interessante Frage … Also ich bin immer bemüht, möglichst alle „interpretatorischen Fallen“ während des Schreibens auszuräumen, indem ich auf viele verschiedene Lesarten meiner Worte bereits im Text eingehe (deswegen sind meine Texte auch meist so lang … 😉 )
    Mit Metta

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