Das muss ich mal loslassen….

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Ein paar kurze Gedanken zum Thema „loslassen“. Immer wieder tauchte der Begriff in den letzten Jahren, oder sagen wir Zeiten bei mir auf. Mal als guter Rat „loszulassen“, mal als Achtsamkeitsübung, mal als Wunsch, es denn endlich zu können. Loslassen als Weg zur Erleuchtung, zur Läuterung? Bevor ich loslassen kann, benötige ich etwas zum Festhalten, denn ohne das Festhalten kein Loslassen. Wenn da aber nichts ist, kann man vom Nichts loslassen? Was passiert eigentlich, wenn ich weder festhalte noch loslasse? Ergibt ein Loslassen vom Loslassen ein Festhalten und umgekehrt ein Festhalten am Festhalten ein Loslassen? Das Thema wird mich wohl noch eine Zeit festhalten, ehe es mich loslässt.

Womöglich liegt in diesem Satz der Schlüssel und der besteht aus Gedanken.

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25 Gedanken zu “Das muss ich mal loslassen….

  1. Empfindest du dich denn so? Dass du nichts festhältst? Tust du nichts für dich, denkst du nicht in Ich-Form, hast du keine Erinnerungen? Hast du keine Identität? Das sind alles schon einmal Dinge, die man loslassen „könnte“.

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  2. eine Frage, die mich lange beschäftigt hat: wie geht loslassen? Eine wunderbare Methode sind Rituale … etwas verbrennen, in einen See versenken etc. – darin war ich wirklich erfolgreich – allerdings war es im Vorfeld nötig mir ganz genau anzuschauen was ich wirklich loslassen wollte, was mich in meiner Lebensfreude einschränkte … und ja, es gibt immer wieder etwas, das ich loslassen möchte …

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  3. Aktiv etwas loszulassen ist für mein Empfinden selten möglich.
    Es war bisher immer ein Geschenk, wenn mich etwas loslässt.
    Das, was man nicht haben will, anzunehmen und nicht mehr dagegen zu kämpfen empfinde ich hilfreicher. Der Weg etwas anzunehmen ist manchmal steinig, hilft aber sehr dem Geschenk des losgelassen-werdens entgegen zu gehen.

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      1. Für mich gilt das bestimmt. Ich werde solange ich lebe an meinen Liebsten anhaften, aber eventuell gibt es da draußen Menschen, denen es gelungen ist, den Geist soweit zu schulen, dass es keine Anhaftung mehr gibt. Ich denke da vor allem an buddhistische Meister o.ä. Die haben im Normalfall aber auch keine Kinder 🙂

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      2. Ich denke die Polarität, ist Leben, Festhalten ist leben.
        So hat Gott , oder wie immer man es nennt die Welt geschaffen.
        Leben ist Polarität, es gibt Licht und Schatten, Festhalten und Loslassen.
        Manchmal haben wir Menschen ja diese Momente, wo wir für Sekunden von allem loslassen, beim Orgasmus oder bei einer paradoxen Frage.
        Aber loslassen mach Angst, schau wie groß die Unterhaltungsindustrie ist, wir Menschen fürchten das Nichts, drum schalten wir ja morgens das Radio ein.
        Frage wäre, warum Loslassen gerade so ein Thema ist.

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  4. Absolut. Vielleicht ist das Loslassen unter anderem gerade so ein Thema, weil wir im Grunde alles haben und dem Konsumieren überdrüssig geworden sind. Weil es eben nicht glücklich(er) macht… oder im Sinne von perfektionistischen Ansprüchen an sich selbst (alles was man angeht sollte möglichst mega erfolgreich sein) Wenn es still wird, kommt man mit sich und seinem Inneren in Berührung und davor haben viele bestimmt Angst, weil sie nicht wissen was sie erwartet.

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  5. Absolut. Ist ja immer auch eine Ansichtssache. Was für den einen viel ist, ist für den anderen (wenn man es im Bewertungsmodus sieht) wenig. Mein find ich gut ist da meine persönliche Meinung zu dem Thema in Bezug auf viele verschiedene Apekte. (Umwelt, Nachhaltigkeit, Freiheit…)Da könnte man sicher ewig darüber philosophieren. 😄

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