Gibt es eine Schockstarre vor dem Schock?

aquas234

Für den Sonntag hebe ich mir oft die Sonntaz auf. In der heutigen Ausgabe (9/10 März13) ist ein besonderer Artikel, „Lieber keine Zukunft“. In dem Zweiseiter geht es um die Weltveränderung. Der Soziologoge/Sozialpsychologe und Mitbegründer/Direktor, der gem. Stiftung Futurezwei, Harald Welzer hat, ein Buch darüber geschrieben. „Selbst denken“ lautet der Titel des Werkes, welches ich leider noch nicht gelesen habe. Der TAZ Artikel ist aber schon einmal mehr als ein Appetithäppchen. Voll von wunderbar, eindeutigen Zitaten, verdient er es, an dieser Stelle verbreitet zu werden.  Zu Wort kommen auch Ole von Beust, ehemaliger erster Bürgermeister der Stadt Hamburg und Uwe Kurske, Inselarzt auf Pellworm.  Eins meiner Lieblingszitate aus dem Artikel lautet:

„Du musst nicht die Welt retten. Es genügt, den larmoyanten Stolz auf die eigene soziale Impotenz aufzugeben und seinen Handlungsspielraum zu nutzen.

Den Artikel findet ihr am Montag bestimmt auf TAZ.de. Das Buch von Harald Welzer kann man in der analogen Buchhandlung kaufen und vielleicht trefft ihr dort einen Bekannten und erzählt davon. Den Amazonlink werdet ihr hier vergeblich suchen, meine soziale Impotenz ist nach 14 Monaten in Klausur vorbei.

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14 Gedanken zu “Gibt es eine Schockstarre vor dem Schock?

  1. Danke für den Tipp. Ich sehe es ähnlich wie Seeds, verquaste Formulierung. Schlage diese Übersetzung vor: „Du musst nicht die Welt retten. Es genügt, zu handeln statt zu jammern.“ Oder so ähnlich.

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      1. Ich kenne ja nur das Zitat, nicht den Artikel: Ich fürchte aber, genau das passiert nicht, dass Leute mühsam übersetzen. Die meisten werden solche Sätze überlesen und die durchaus relevante innewohnende Botschaft nicht verstehen. Und selbst wenn, wäre doch schön, wenn sie die Energie nicht erst für das Übersetzen verwenden müssten, sondern direkt darüber nachdenken können, wo sie handeln können, an welchen Stellen sie mit wenig Aufwand die Welt ein kleines Stück besser machen könnten.

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      2. Ich denke für Verãnderungen benõtigen wir Gelassenheit, wer , wie, wann, wo etwas findet liegt in jedem selbst, nicht in den einzelnen Worten. Schau dir genau diesen Kommentarbaum an, hier entstehen Gedanken. Du hast das Zitat gelesen, einen Kommentar geschrieben und andere werden lesen was wir drueber gedacht haben, einige auch nicht. Hãtte das Zitat gelautet, Fangt an die Welt zu veraendern, jetzt!
        Würden es mehr Leute lesen und darüber sinnen?

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  2. Hier noch ein „freier“ Übersetzungsvorschlag:

    larmoyant = wehleidig = schwerer Abschied
    Stolz = von vermeintlich sicheren Machtstrukturen
    soziale Inkompetenz = (zugunsten von) der „noch“ vorherrschenden Unfähigkeit
    sich auf die vermeintlich unsicheren kreativen Prozesse im Miteinander einzulassen …
    und diese Handlungsspielräume zu nutzen
    …. im fortgeschrittenen Stadium möglichst „Ego-Los“ …
    langsam macht mir das Zitat Spass 🙂

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  3. PS: Ich finde es übrigens wichtig nicht von Schock und Schockstarre zu sprechen, sondern vielleicht von einem Zustand des kreativen Vakuums. Das Alte funktioniert eindeutig nicht mehr, das Neue hat noch keine Form. Im Schock bewegt sich niemand mehr, … es gibt zur Zeit sehr viel Bewegungen in alle möglichen Richtungen.

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