Ist mir doch voll egal…

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In einem Buch über Psychologie lass ich etwas über „Subtexte“ und dachte immer mal wieder über das Thema nach. Im Speziellen, wenn mir selbst ein erkannter Subtext über die Lippen ging.

Laut Wiki bedeutet ein Subtext:

Unter Subtext versteht man in der Linguistik und in den Künsten eine Bedeutungsebene, die der expliziten Aussage eines Satzes bzw. eines Kunstwerks als zusätzliche Ausdrucksdimension unterlegt ist.

In der Psychologie wird unter Subtext definiert, was wir eigentlich sagen wollten. Ein Subtext steckt auch im Ton und unserem Verhalten, wie wir zum Beispiel etwas sagen. Subtexte stehen natürlich auch in Blogs, wenn wir etwa etwas zeigen, einen Gegenstand oder etwas Hergestelltes und schreiben, dass wir noch nicht ganz zufrieden damit sind, aber im Grunde Lob wollen. Manchmal zeigen wir auch nur Bilder, um zu sagen, ich war da, ich war dabei, ich war dort schon, ich hab da mitgemacht. Oder wir schreiben über das ewige Thema Wetter und meinen unsere Gefühlslage. Subtexte ermöglichen uns Gefühle auszusprechen/anzusprechen, ohne sie direkt zu zeigen. Wir können mit ihnen Fleißkärtchen einfordern, ohne unseren Ego bloßzustellen. Wir können aber auch um Hilfe bitten, ohne dass es uns peinlich und unangenehm ist. Im Alltag gehört der Subtext zum Leben, wie die Luft zum Atmen, in der Politik scheint es eine Art Wettbewerb zu geben. Ich denke, es ist hilfreich über die eigenen Subtexte, die aus uns so rauspurzeln einmal nachzudenken, ob ihr diesen Artikel nun liked oder nicht ist mir egal.

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17 Gedanken zu “Ist mir doch voll egal…

  1. Ein spannendes Thema.
    Ich finde viele Subtexte oft heikel. Besonders in Werbung und Medien (Politik etc.), wenn sie zur Meinungsmache unter Fotos benutzt werden. Hier wird ein Eindruck meistens sehr beeinflusst und verfälscht. Die gute alte Tagesschau z.B. ist voll davon !!!
    Das andere, was Du ansprichst, ist der „Unterton“, die Botschaft hinter der Botschaft…Wenn man seine eigentliche Botschaft erkennt, bringt es einem eine ganze Menge Erkenntnisse und Ehrlichkeit gegenüber sich selbst ein … und wenn ich mir ein Bild von anderen Menschen mache, speichere ich den Unterton oft mehr ab, als das was tatsächlich gesagt wurde…

    danke für den Gedankenanstoß und den schönen song.
    Gruß an Dein Ego, es hat dieses *like* verdient … Du darfst es geniessen auch wenn Du an Gott glauben solltest 🙂

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  2. Weil es eben nur „schnell“ für ein *gefällt mir* reichte. Denn das Thema Subtext habe ich auch immer mal wieder aufgegriffen, wenn auch auf einer anderen Ebene. Eher der politischen, gesellschaftlichen. Wie, anders als bei BLÖD und ähnlichen Gazetten ganz offensichtlich, auch die „seriösen“ Medien sich subtiler Mittel zur Meinungsmache bedienen. Diese Meinung muss nicht heute und morgen gebildet werden, sondern soll sich langsam herausbilden. Ich habe auch schon Zeitungen angeschrieben, warum es notwendig erscheint in einer kleinen Nachricht von dem „arbeitslosen“ oder „türkischstämmigen“ oder „früh verrenteten“ Einbrecher, Fälscher u.ä. zu sprechen. Eine Antwort habe ich nie erhalten.
    Ich neige leider eh dazu, Aussagen zu analysieren, zwischen den Zeilen zu lesen. Meistens liege ich damit richtig. Allerdings versuche ich mir das seit geraumer Zeit abzugewöhnen, es macht das Leben nicht gerade einfacher. Sich selbst im Gespräch zu kontrollieren dürfte schwierig sein. Geschriebenes lässt sich auf subtile Äußerungen eher durchforsten. Aber eben nicht „schnell“.
    Hab ein schönes Wochenende!

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