Generation Bla Bla Bla

yup_12_0192Die Vergehen der Menschen sind jeweils durch die Gemeinschaft bedingt, der sie angehören. Aus der Betrachtung ihrer Fehler läßt sich erkennen, wie es um ihre Menschlichkeit bestellt ist.
Konfuzius

Es vergeht kaum ein Tag, an dem scheinbar nicht ein Artikel über die Generation Y zu erscheinen scheint. Da steht dann, wie diese Generation handelt, ist und sein sollte. Ja, es geht um unsere Zukunft.

Mein Jahrgang war auch einmal eine Generation …, aber ist sie es aufeinmal nicht mehr? Ab wann ist es nicht mehr wichtig eine Generation zu sein? Unsere Gesellschaft besteht aus vielen Generationen, diese wandeln sich im Laufe ihres Daseins. Was ist aus der grünen Generation geworden? Ich möchte es nicht bewerten.

Aber diese Gesellschaft sollte nicht nur auf die junge Generation der Studierenden/Auszubildenden schauen, diese Generation darf mit dem starten, was ihnen von den vorherigen Generationen vorgesetzt, hinterlassen wurde.Wenn wir also über diese Generation schreiben, Urteile fällen, uns vielleicht Sorgen um unsere Zukunft machen, sollten wir mit dem Finger immer auf unsere eigene Nase tippen:-).

All die lebenden Generationen sind letztendlich ein Team und jeder trägt zum Schicksal seinen Teil mit bei. Zugeben sieht es nicht gerade rosig aus, doch an der Generation Y liegt es nicht, möglicherweise an deren Vorbildern.

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14 Gedanken zu “Generation Bla Bla Bla

  1. Dem stimme ich einerseits gerne zu. Die aktuellen Hoffnungsträger, also die Generation Y, ist das Ergebnis der Verhältnisse, die die vorhergehenden Generationen geschaffen haben.

    Doch anderseits ist jeder einzelne – und somit auch die heranwachsende Jugend – selbst verantwortlich für seine Haltung. Und diesbezüglich vermisse ich im öffentlichen Diskurs aktuell das, was ich mir von der Jugend erwarte: Idealismus und Gestaltungswille. Da lese und höre ich keine Stimme, die klar sagt, was sie will, sondern meist nur ein: „Wir machen das so, weil es die Gesellschaft so will.“

    Ich habe vor kurzem ja Christiane Florins Dozentfrust aufgegriffen und provokant gebloggt. Sie unterstellt ihren Politikstudenten, dass sie nicht mal wüssten, „ob sich eine Haltung überhaupt lohnt.“

    Habe darüber hinaus noch in den Raum gestellt, dass die heutige Jugend eine der schlimmsten Beleidigungen in meiner 70er Jugend, heute nur müde an sich abperlen lassen würde: Opportunist zu sein. Mehr gerne unter: http://thomasbrasch.wordpress.com/2014/09/06/studieren-wie-es-euch-gefallt-ihr-waschlappen/

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    1. Nun ja, jede Generation die noch lebt kann verändern, wenn die 70er Generation weniger mit SUV fahren und Hausausbau beschäftigt wäre
      Und dem ängstlich, krampfhaften Festhalten an Werten und überholten Systemen, dann könnte auch was bewegt werden, aber nur Gedanken an eine Alt und Jung Wohnform zu spinnen wird nicht reichen.

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  2. Generationen-Erfahrungen sind leider nicht vermittelbar. Warum meine Generation so heute ist wie sie ist, wird eine jüngere Generation kaum verstehen. Begrabe die Hoffnung, dass sich diese Generation noch wandelt. Lass sie in Ihren Häusern zufrieden sein und dicke Autos fahren. Lebt besseres vor und sucht Erfahrungen, die herausfordernd sind.

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    1. Lach, also ich weiss, alles kann sich wandeln, auch jede Generation. Meine wuerde ich zum Beispiel Generation burn out nennen:-).
      Auch eine Art von Wandel. Ist halt ein Naturgesetz, alles verändert sich, jede Sekunde.

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  3. Also ich mag ja Deine Kompositionen: Thema, Bild, Text, Musik – einfach klasse 🙂
    Die „Spielräume- Freiräume“ für die sog. Genration Y haben wir sehr eng gesteckt. In diesem Rahmen bewegen sie sich jetzt … die Anti-Haltung der Politik gegenüber könnte aber auch ein Ausrduck dafür sein, dass dieses System angezweifelt wird und man es für überflüssig hält, sich in diesem vorgegebenen Raum zu bewegen. Jede Generation hat bestimmt eine eigene „kollektive“ Aufgabe – das schält sich doch auch manchmal erst mit der Zeit raus. Wer hat schon vor 30 Jahren von „Kindern der Kriegskinder“ gesprochen?

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      1. nein … positiv ausgedrückt eine „andere – Haltung“ , als die vorangehende Generation es gewohnt ist. Das wird ihnen als „Anti“ ausgelegt – – – wer sie als unpolitisch bezeichnet unterschätzt einen großen Gestaltungswillen, der sich eben anders zum Ausdruck bringt als Mitglied einer Partei zu sein etc.. Wenn ich Menschen dieser Altersklasse begegne, empfinde ich einen großen Wunsch und Streben nach Offenheit, Weite, Beweglichkeit, Vorurteilsfreiheit in allen Lebenslagen – sind diese Qualitäten in der aktuellen Politik zu finden?

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    1. „Wenn ich Menschen dieser Altersklasse begegne, empfinde ich einen großen Wunsch und Streben nach Offenheit, Weite, Beweglichkeit, Vorurteilsfreiheit in allen Lebenslagen“

      Ja, so empfinde ich die junge Generation auch. Wenn ich heute mit meinen Kindern diskutiere, bewundere ich ihre Offenheit in den Themen und ihre Klarheit. Diese Selbstverständlichkeit hatten wir damals nicht. Nicht jeder hat heute eine Perspektive, warum auch immer das jeweils so ist, und resigniert oder bricht aus. Den Karren in den Sand gefahren hat die Generation, die die letzten drei Jahrzehnte gesellschaftlich, (bildungs-),(sozial-)politisch, arbeitsrechtlich, integrationsrechtlich, monetär u.a. gewirkt hat. Und das sind wir. Klar gibt es auch heute die Null-Bock-Typen und der Staat wird’s schon richten. Aber die gab es schon immer. Der jungen Generation stellen sich andere Möglichkeiten, aber auch andere Anforderungen, sie kann ein beweglicheres Leben leben, muss aber auch an vielen Stellen ein anderes Leben als wir damals meistern. Und tut es auch.

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  4. Es gibt nie DIE Generation. Und wenn wir schon bei Y sind, müssen wir uns ja nicht mehr viel Gedanken machen. Ist ja nur noch das Z übrig. Aber ganz im Ernst, ich glaube, dass ein großer Teil der jungen Menschen heute erfolgsorientierter ist, als es je eine Generation vor ihr war. Denn das wird den meisten schon mit der Muttermilch eingeflößt, nur wer Erfolg hat (in der Kita, der Schule, den diversen Vereinen), hat eine reelle Chance heutzutage. Aber wie zu allen Zeiten gibt es auch heute junge Menschen, die über den Tellerrand schauen, die sich engagieren, sich für Schwächere stark machen. Und ja, es gibt nicht so wirklich viele Vorbilder, oder die falschen, aber das ist ja auch immer Ansichtssache.

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