harp090Unser Gehirn ist ständig auf dem Sprung. In unserer modernen Jobwelt lauern ständig Bedrohungen, im Straßenverkehr ebenso, oder in unserer Freizeit. Es sind sehr selten lebensbedrohliche Bedrohungen, aber wir befinden uns trotzdem in einer ständigen Anspannung.
Abzulesen an den vielen Burn Out ,Depressionen, Bandscheibenerkrankungen, etc. .
So einfach rumdämmern fällt uns schwer, kommt die Stille, kommt die Angst.
Die Meditationsübung im Yogakurs zu Beginn einer Übungsstunde wird für Einige zur Qual.
Aber nichtsdestotrotz wenden sich Viele dem autogenen Training, der Meditation zu. Sie suchen die Leere, denn in ihr liegt die Kraft der Entspannung, die Kraft für neue Sichtweisen. Doch, wer sucht, erwartet etwas zu finden und ist aktiv.
So besteht die Magie des Rumdämmerns im Nichtswollen.
Nehme ich mir allerdings vor, nichts zu erwarten, so schaffe ich eine Erwartungshaltung und schwubs bin ich wieder in Anspannung etwas erreichen zu wollen, in diesem Fall die Leere.
Neurobiologe Niels Birbaumer/Uni Tübingen formuliert es so:

„Leere kommt zu dem, der nichts von ihr erwartet“

25 Gedanken zu “Gehirn im Dauereinsatz

  1. Ok, jetzt habe ich die Antwort erst gelesen…. und ich habs verstanden. Du meinst Do eine moderne Art des Mantra singens.
    OK das könnte Sinn machen. Ich ziehe aber lieber klassiscHe Meditationstechniken vor. Für diejenigen die damit nichts anfangen können dann eben Fansongsingen…

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  2. Das ist für mich die Krux an der ganzen Sache 😄 Nähere mich dem gefühlt im Schneckenschneckenschneckentempo. Meine älteste Tochter hasst Meditation. Volle Kanne. Und Mantras und sowas 😊

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  3. Interessant, aber dient es nicht eher primär dazu Gefühle und besonders ein Zugehörigkeitsgefühl auszudrücken…

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  4. Weil Leere für mich ohne alles ist – auch ohne Gefühle. Fangesänge produzieren mMn u.a. eben genau solche. Was meinst du mit Leere?

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  5. Ich habe gestern eine Folge Mentalist gesehen. Der Protagonist bringt einem Mafiaboss ein besseres Golfspiel bei, in dem er diesen ein Lieblingslied singen lässt. Während er also eine Opernarie singt, kommt er langsam ins Flow, denkt nicht mehr vordergründig an seinen Golfschlag, sondern erreicht eine gewisse Leere. Und wie durch Zauberhand verbessert er seine Technik. Ich habe früher meditiert, in einem buddhistischen Kreis. Leider habe ich dort, trotz aller Bemühungen, diese Leere nicht erreichen können. Heute weiß ich, dass das nicht gehen konnte. Eben wegen der Bemühungen. Alleine zu meditieren habe ich erst viel später begonnen, es hat mir anfangs Angst gemacht. Denn zunächst muss man sich selbst aushalten können.

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  6. Hierzu nur eine Anmerkung aus meinem alltäglichen Leben in der Großstadt, wo ich eigentlich immer einen Parkplatz ergattere. Wie klappt das? Nicht ich suche die Parkplätze, die Parkplätze finden mich, weil das geschieht quasi wie in Trance. Andere würden es Intuition nennen. In beiden Fällen ist der rationale Teil, der etwas will und erwartet, quasi auf 0 gefahren. Wenn das nur immer und in allen Situationen so klappen würde!

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  7. Ja, so in etwa gelingt mir die „Suche“ nach einem Parkplatz hier in Berlin auch unter erschwerten Bedingungen fast immer. Gedanken/Ratio abschalten und sich von den Wellen der Realität treiben lassen. Heil-Hypnose hat mir diesbezüglich sehr viel gebracht, ist aber nicht jedermanns Sache. Darum ging es ja auch in deinem Post. Hoffe, jetzt ist alles ein bischen klarer.

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