saas_14161Ich schäme mich irgendwie, wenn über den amerikanischen Wahlkampf berichtet wird.
Es ist ein Fremdschämen, aber kein Besserwissen.
Über eine Milliarde Dollar soll dieser Wahlkampf kosten. Eine Show, die sich zu einer populistischen Farce gewandelt hat.
Was wird sich nach dieser Wahl ändern?
Es hat sich jetzt schon etwas geändert, mein schon abgebröckelter Respekt, meine angebröckelte Achtung gegenüber dem System, dem Selbstverständnis ist eingestürzt. Da wir ja alles übernehmen, ob Weihnachtsmannkostüm, Halloween, Burger etc. darf ich also gespannt sein, wie es denn hier, in unserem Land weitergeht.
Nein, Angst vor Donald habe ich nicht, denn manchmal benötigt die Menschheit eine heiße Herdplatte, auf die sie fasst, damit sie dann wieder ein paar Jahre achtsamer ist.
Aber was ist die Ursache, die dazu treibt, die Hände auf die Platte zu legen.
Es ist die Angst zu verbrennen, das ist paradox, aber psychologisch durchaus erklärbar.
Leider ist der Großteil von uns Menschen symptomorientiert, für Ursachenforschung haben wir keine Zeit, oder wollen sie uns gar nicht nehmen.
Donald sagte in einer Rede, Hillary sei schlimmer als Watergate.
Ein Buch, welches einen Ehrenplatz in meinem Bücherschrank hat, denn es enthält einen ursächlichen Schlüsselsatz, welchen ich hier schon öfter zitiert habe:
„Folge der Spur des Geldes“
Wenn wir unsere demokratischen Werte erhalten, gar reformieren wollen müssen wir auf das Geld schauen, dessen Verteilung, den Finanzsystematiken, oder wir schauen weiter ängstlich erstaunt, was um uns herum passiert.
Schauen, wie autokratische Systeme an Boden gewinnen. Womöglich können sie auch eine kurzfristige, bessere Alternative sein, zu einer pseudo demokratischen Reality Trashshow, mit brüllenden oder müden Zuschauern.
Es liegt an uns.

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5 Gedanken zu “Wahlkrämpfe

  1. Meine Achtung gegenüber Amerika ist spätestens mit Herrn Bush’s gefälschten Beweisen, zur Begründung des Irak-Krieges, in Verachtung umgeschlagen.
    Wir brauchen die Oberflächlichkeit, die Arroganz, die Selbstherrlichkeit und das Sendungsbewusstsein der Amerikaner nicht. Wir haben es mit unserem reichen Kulturschatz, auf den wir zurückgreifen können, auch nie gebraucht.

    Respekt vor den Menschen habe ich schon noch, aber ich kann keinen Respekt für die seichte Hollywood-Kultur aufbringen. Ich denke die Amerikaner können ihr Halloween samt Donald und Hillary behalten.
    Beide werden die Verschärfung autokratischer Strukturen vorantreiben. Sie werden mit Hetze und unfairem Medientumult die Dinge in ihrem Sinne beeinflussen. Vielleicht werden einige Amerikaner die heiße Herdplatte spüren. Sollten sie das ansprechen, werden sie aber platt gemacht. Der Ku-Kluks-Klan lässt grüßen…

    Wir in Europa, sollten, so glaube ich, möglichst schnell lernen uns auf unseren eigenen Weg zu konzentrieren und nicht dem globalisierungsgebrabbel der Amerikaner unreflektiert folgen.
    Amerikaner, Russen oder Chinesen haben nicht unser Wohl im Fokus, sondern nur ihr eigenes Wohl, wie auch immer sie das definieren.
    Wir sollten unser Wohlsein im Fokus haben und nicht permanent das Wohlsein der Amerikaner diskutieren.

    einen schönen Abend noch … 😉

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  2. So ekelhaft dieser Tumb, pardon, Trump, auch ist, ich habe mehr Anste vor Killary, pardon, Hillary. Soweit zu Pest und Cholera, die die beiden ja darstellen. Beide werden vom Volk nicht gemocht und sind trotzdem soweit gekommen… Aber hier gibt es ja auch kaum noch Wahlmöglichkeiten. Schlimme Welt und wir sollen soweit wie möglich für dumm verkauft werden.

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  3. Respekt vor Amerika, die jahrzehntelang Diktaturen in Südamerika gefördert und auch miterschaffen haben als Mittel des Kalten Krieges? Ein Land, was mit vollkommener Naivität, den Dschihad der Muhajeddin gegen die sowjetische Armee in Afghanistan unterstützt hat und sich dann wundert, dass die Muhajeddin dann auch wirklich ein islamistisches System dort etablierten? Und daraus noch immer nichts gelernt, ohne jegliche Strategie schliesslich in den Irak einmarschiert, was u. a. sehr das heutige kriegerische Chaos in der Region mitgefördert hat? Bei alldem geht es auch immer um handfeste ökonomische Interessen, aber bald ist ja sowieso China die unbestrittene Weltmacht No. 1, und ich weiß nicht, ob das die Welt wirklich besser machen wird.

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