dsc_5150Nine Eleven!
Schaue ich auf das heutige Datum, so werde ich mir die Wahl von Donald Trump leicht merken können.
Vor zwei Tagen fiel der erste Schnee in meiner Heimatstadt, es ist kalt. In der letzten Zeit, also in den letzten paar Monaten habe ich oft, teilweise mit mir fremden Menschen einen Diskurs über den Zustand unserer Gesellschaft gehabt.
Da ist Angst und Resignation rauszuhören. Die Politik und Wirtschaftselite scheint sich weit von den Menschen entfernt zu haben.
Wenn so genannte „Wirtschaftsweise“ die Rente mit 71 Jahren fordern und der Spiegel es mathematisch begründet muss die Lage verzweifelt sein.
Aber schaut man genauer hin, zum Beispiel auf die mathematische Berechnung, so fällt auf, das die so genannten Reformen immer nur zulasten der Arbeitnehmer, der normalen Bevölkerung gehen.
Noch nie war die Schere zwischen Arm und Reich so groß, noch nie in der kurzen Geschichte der Demokratie war der Wirtschaftslobbyismus so groß. und gefährdete die demokratischen Grundwerte.
Der ein oder andere Wirtschaftsweise mag sich sogar über die Flüchtlingsdebatte freuen, denn sie sorgt für günstige Arbeiter und sie lenkt vom Thema einer unsozialen und immer unmenschlicher werdenden Wirtschaft ab, welche Moral und Ethik aus ihren Grundsätzen gestrichen zu haben scheint.
Wir sollten nicht erschrecken über Brexit, Trump und Co. Es ist die logische Folge eines asozialen Kapitalismus.
Ich bin kein Feind des Kapitalismus, aber wenn er anfängt an dem Stamm zu sägen, der ihn hält, sollte man dem schnell Einhalt gebieten. Wer von uns möchte schon abgesägt werden.
Trump ist, wie der Wecker, der morgens klingelt und nervt, aber es ist halt Zeit aufzustehen.

Ein kurzer Rückblick:
Im Jahre 2009 bekam Barack Obama den Friedensnobelpreis für, wie es hieß,
„seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken“.
Schauen wir auf die derzeitigen Brennpunkte, ist der Preis mehr als nur Ironie.
Vielleicht entpuppt sich Trump ja tatsächlich als Reformer und Friedensengel, zumindest mit Putin und Russland scheint er gut Freund zu sein.
Wir sollten uns unsere Demokratie nicht von einer, außer Kontrolle geratenen Wirtschafts- und Geldelite nehmen lassen, sondern ihnen die natürlichen, demokratischen Grenzen setzten und sie fordern, ihren sozialen und gesellschaftlichen Anteil zu leisten. Auch die EU darf sich dringend reformieren,  darf sich für die Bürger einsetzten und nicht nur für die kleine Elite, sonst wird es unter Umständen ein Big EUxit geben.
Die selbsternannten Weisen der Politik und Wirtschaft sollten die Zeichen dieser Zeit sehr ernst nehmen und verstehen, es wäre in jedem Fall sehr weise.

ie

3 Gedanken zu “Nine Eleven!

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