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Gerade, als ich hier anfangen wollte zu schreiben, fragte mich mein größer werdender Freund, in welcher Zeit ich gerne gelebt hätte. Ich überlegte kurz und meinte in dieser Zeit. Denn im Hinblick auf die historischen Vergangenheiten ist sie bisher gut verlaufen für mich.

Aber ich wollte eigentlich über Terror schreiben. Was will Terror? Schnell ist von Hass die Rede und das wir selbst durch Anschläge animiert werden sollen zu hassen. Terror schürt aber auch Ängste und es gab Terroranschläge, die wurden dafür eingesetzt. Italien erlebte in den siebziger, achtziger Jahren eine blutige Serie von Anschlägen, die durch die geheime, der NATO nahestehenden, Organisation Gladio verübt worden sein sollen, auch das Münchner Oktoberfest Attentat wird damit immer einmal wieder  in Verbindung gebracht, es wurde allerdings nie aufgeklärt. Damals soll es darum gegangen sein, eine kommunistische, sozialistische Regierung in Italien zu verhindern.

Terror kann dazu genutzt werden Menschen zu liquidieren, sie Mundtod zu machen. Wenn wir auf Terrorangriffe schauen, dürfen wir sachlich analysieren, wer zieht einen Vorteil aus Anschlägen. Welches tatsächliche Ziel könnte hinter den entsetzlichen Taten stecken. Ist der Terror möglicherweise nur eine Ablenkung von anderen, wichtigeren Themen?

Sicherlich gibt es immer wieder auch Einzeltäter, deren Gedankenwelt möglicherweise erkrankt ist und sie im Grunde persönliche Probleme nach außen tragen, wie zum Beispiel beim Täter im Münchner Einkaufszentrum.

Attentate und Terror haben schon Kriege ausgelöst und wurden als Vorwand benutzt. Daher scheint es geboten Vernunft walten zu lassen. Häufig ist der Terror, welcher nach dem Terror folgt viel schlimmer. Unter Zeit.de gab es heute zum Thema Berlin Weihnachtmarkt über 2000 Kommentare, einen großen Teil davon musste die Redaktion löschen.

Wir sollten uns durch Terror nicht radikalisieren oder ängstigen lassen, denn dann hätten die Terroristen, oder wer auch immer hinter Anschlägen steckt, gewonnen. Sinnvoller ist zu schauen, wie wir die Probleme unserer Gesellschaft lösen, wie wir wieder zu einer gerechten, freien und sozialen Gemeinschaft werden. Den Terror werden wir aushalten dürfen, aber in einer sozialen, freien Wertegemeinschaft ist dieses zu schaffen. Eine Sicherheit die durch Aufgabe der Freiheit erschaffen werden soll ist keine Sicherheit, sondern Diktatur.

Ich hätte nie gedacht an dieser Stelle Fürstin Gloria von Thurn und Taxis einmal zu zitieren:

„Ich glaube, dass wir ganz stramm in die nächste Diktatur gehen“, so die gläubige Katholikin: „, und zwar eine Wohlstandsdiktatur, das Über-Betreutwerden wird zunehmen, betreutes Essen, betreutes Trinken, betreutes Denken.“

Zudem kritisierte sie die Flüchtlingspolitik der Regierung, die die Bürger nicht einbezog. Stattdessen entstanden Ängste, die ihrer Meinung nach politisch gewollt waren, denn so könne man die Menschen leichter manipulieren.

 

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18 Gedanken zu “Über Terror

  1. Noch weiss man nichts. Nicht wer der Täter war, nichts was ihn geleitet hat und doch ist die Hetze gross. Ich schrieb es mal irgendwo in diesem Jahr, es muss halt immer schnell ein Schuldiger, eine Schuldige her.
    Aber man kann eben auch an anderes denken, so, wie du es hier tust, nämlich wem nutzt das Ganze, wem schenkt es Stimmen, Zulauf, etc. –

    Ich wollte auch nie in einer anderen Zeit gelebt haben (obwohl ich es ja vielleicht schon getan habe, aber who cares?)- jede Zeit hat ihre Herausforderungen, es gilt sie anzunehmen und wenn es erst einmal Ratlosigkeit ist, solange man nicht drin stecken bleibt …
    danke für deins und herzliche Grüsse
    Ulli

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  2. Da bin ich ganz deiner Meinung. Soviel Besonnenheit findet man heutzutage eher selten. Und so stimme ich dir zu, dass es „sinnvoller ist zu schauen, wie wir die Probleme unserer Gesellschaft lösen, wie wir wieder zu einer gerechten, freien und sozialen Gemeinschaft werden.“
    Aber genau das wollen die, die heute an den Stellschrauben drehen, nicht. Die wollen genau das, was Gloria von Thurn und Taxis befürchtet: betreutes Essen und Trinken, betreutes Wohnen, betreutes Denken. Sie hat nur noch das betreute Arbeiten und die betreute Freizeit vergessen. Dann ist es Diktatur pur.

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  3. Die Probleme unserer Gesellschaft zu lösen ist nicht so einfach. Wir sind letztlich die Nutznießer von Terror und Gewalt. Wir wollen ein immer besseres und bequemes Leben und wer dafür leiden und sterben muss ist uns recht egal. Das ist das Problem von unserer Gesellschaft. Wir müssen vor allem anfangen uns klar zu machen das deutsche Soldaten nicht schwer bewaffnet in andere Länder geschickt werden um dort im Chor Friedenslieder zu singen, sondern um Terror und Krieg dorthin zu bringen. Wir müssen uns klar machen, dass unsere Wirtschaft auf Ausbeutung und Unterdrückung basiert und das nur zählt was Geld bringt.
    Wenn wir etwas ändern wollen, müssen wir uns ändern. Wir müssen unsere Ansprüche stark senken, bereit sein zu verzichten und Abschied nehmen von der Wohlstandslüge.

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    1. Das Problem, welches du beschreibst hat Geschichte, schon das antike Rom hatte seinen Wohlstand durch Ausbeutung.
      Es scheint mir kein deutsches Problem, sondern ein grundsätzlich Menschliches.
      Sobald wir Macht und etwas Reichtum haben, wollen wir mehr davon.
      Schau an, was gerade ich China passiert, oder Indien.
      Es ist mehr eine Geschichte der grundsätzlichen Ethik, der Moral und eines sinnvollem, sozialen Miteinanders.
      Da scheint es eine grundsätzliche, menschliche Schwäche zu geben, bei all der Intelligenz, welche wir uns Menschen gegenüber dem Rest der Natur zu Gute halten.

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      1. Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht, meinte Abraham Lincoln und damit haben wir dann wohl den Charakter so etlicher Menschen direkt vor Augen.Vor allem vieler Menschen die sich gern als überlegen und „Besser“ halten

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      2. Es geht weniger um den Wunsch nach Macht, als vielmehr darum Macht zu haben und sie rücksichtslos zu verwenden. Es gibt auch Menschen mit gutem Charakter. Macht in den falschen Händen schadet allen und es ist fatal wenn niemand etwas dagegen tut. Im Islam heißt es“ Der beste Djihad ist ein wahres Wort an einen ungerechten Herrscher“ Es gab mal eine Zeit, als die Menschen noch aufstanden, demonstrierten, bereit waren sich einzusetzen. Aber was ist aus dieser Gesellschaft geworden? Heute geht es nur noch darum das Handy nicht fallen zu lassen. Die größte Sorge ist das nächste Update.

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      3. Nicht ganz, dass wäre mir zu pauschal geurteilt, leider ist so etwas auch eine Art Trend dieser Zeit.
        Ich für meinen Teil handle im Rahmen meine Möglichkeiten.
        In Dresden demonstrieren ja Menschen und gegen TIPP, gegen belgische AKWs, die Türken für Erdogan in Köln,
        Es passiert schon etwas, nicht immer so wie man es wünscht, aber es ist viel Bewegung gerade, ich nehme es hier in der Provinz zumindest täglich wahr, auch in Gesprächen.

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      4. Städte bieten oft mehr Demonstranten, weil die Leute von umliegenden Orten dorthin kommen. Wenn also z.B. 100.000 demonstrieren, sind das nicht 100.000 Dresdner, sondern nur ein kleinerer Teil und in einer Stadt mit über 500.000 Einwohnern ist die Zahl der Demonstranten beschämend. Gleichzeitig muss man sich die Frage stellen weshalb sie gegen TTIP sind, denn in der Gegend nehmen rassistische Angriffe ständig zu. Also geht es womöglich nicht um Vernunftgründe, sondern um eine rein rassistische Ablehnung von TTIP, CETA ect. Dank Trump hat sich das vorerst erledigt und ob da noch was gemacht wird müssen wir abwarten, aber es bleibt dabei dass „die Massen“ sich nicht bewegen, sondern nur Teile, was traurig ist.Natürlich ist das Smartphone ein Trend, aber was kommt danach? Der Kühlschrank der selbsttätig einkauft (auch da braucht es Updates &Co., Autos mit PC und automatischer Steuerung,… Die Menschen sind schwer beschäftigt und alle wollen die tollen neuen Spielereien, die Vereinfachung des Lebens, aber sie wollen keine Hintergründe. Wie viele Menschen mussten sterben für das neue Smartphone? Wie tief steh ich im Blut von Menschen deren Tod mir meinen Wohlstand verschafft hat? Es ist ein wenig wie mit Frau Merkel. Sie redet von der Beseitigung von Fluchtursachen, aber benennen und wirklich beseitigen ist nicht drin.

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      5. Was mich an deinen Kommentaren etwas wundert ist, du schreibst von die Menschen, wir Menschen sind sehr unterschiedlich und nich alle gleich programmiert.
        Wenn du von“ die Menschen“ sprichst, schliesst du dich damit ein?
        Ich sehe diese Zeit gerade als sehr pauschale, viele Dinge werten nicht differenziert betrachtet, es wird sehr schnell bewertet und geurteilt.
        Gruppen bilden sich Vielerorts, es wird seltener der Gegenseite zuzuhören.
        Bei den Kommentaren lese ich Angst und Verzweiflung raus,
        Angst ist ein sinnvolles Gefühl, aber ein zu Viel führt zu Starre oder Wut.
        Die Kraft der Angst lässt sich nutzen, indem wir sie uns anschauen und sie sachlich betrachten.
        Extreme Forderungen können auch ein Ausweichen vor den Ängsten sein, aber dieses kann zu mehr Angst und Frustration führen.
        Die Angst zu versachlichen und klug zu handeln erscheint mir sinnvoll.

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  4. Wir müssen nicht alle gleich sein um gemeinsam zu handeln. Menschen sind unterschiedlich und das sollen sie sein, aber es ist generell so- und ich beziehe diese Aussage auf Deutschland- die Menschen (Ausnahmen bestätigen die Regel und es gibt Ausnahmen) sind mehr am neusten IPhone-Modell interessiert als daran was in der Welt passiert.
    Natürlich habe ich Angst. Angst das sich die Nazizeit wiederholt, Angst die daher rührt das zu viele Menschen in Rassismus verfallen als zu sehen wo der wahre Feind ist. Es lässt mich auch immer mehr verzweifeln weil die, die nicht ins rechte Lager rutschen eine Gruppe sind, die auch oft genug mehr mit Unnützen beschäftigt sind als mit Taten. Ich sehe wie viele Menschen jeden Mist glauben den Politiker und/oder Medien von sich geben. Was wird hinterfragt? Wo wird recherchiert?
    Nein, ich schließe mich da nicht ein, denn ich steh auf der anderen Seite, so will ich das mal ausdrücken. Ich bemühe mich um das was ich mir von anderen erhoffe, weil ich selber feststelle das es möglich ist. Es ist unsinnig zu verlangen was man selbst nicht schafft.

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    1. In dem Moment wo ich sage, ich stehe auf der anderen Seite bin ich getrennt.
      Also die i Phone Geschichte mag ich nicht teilen.
      Es ist mir zu pauschal!
      Ich bin mir auch nicht sicher, ob es tatsächlich Rassismus ist, was die Menschen bewegt.
      Ich junger Kurde mit ausrasierten Haaren und Kurdistanflagge auf dem T Shirt sagte mal zu mir in Deutschland wären fast alle Nazis und er wäre sehr stolz darauf ein Kurde zu sein.
      Ich fragte ihn, was er sagen würde wenn ich kurze Haare hätte und nen Deutschland Shirt an hätte und sagen würde ich wäre stolz Deutscher zu sein, was er dann von mir denken würde.
      Nationalismus, Rassismus ist ein weltweites Übel,
      Ich lebe in Bielefeld die Stadt in NRW mit einem der höchsten Migrantenzahl.
      Bielefeld uns seine Menschen sind offen und gastfreundlich aber auch sie haben Ängste.
      Es ist nicht einfach in diesen Zeiten einen klaren Kopf zu behalten, ich habe vor 2-3 Monaten mal was zu Thema Menschen raus geschrieben, wenn du magst lese es mal

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      1. Du schreibst aus deinem erleben, ich aus meinem. Ich kann Bielefeld nicht beurteilen, weil ich es nicht kenne, aber aus meinem erleben: viele Orte sehen sich selbst als nicht Rassistisch, offen und freundlich. Oft weil die Menschen dort gar nicht merken was sie tun und sagen. Es ist ein bisschen wie mit der Welle der besorgten Bürger. Ich bin kein Rassist, nur ein besorgter Bürger.
        Gehört man zu denen, die auf der Hassliste oben stehen, erlebt man oft vieles anders, man sieht wie offen die Orte wirklich sind, man bekommt den Rassismus tatsächlich zu spüren, denn die Bevölkerung angeblich nicht hat. Das ist mein erlebn.

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      2. Das versuche ich ja zu erklären, lebt in seiner eigenen Wahrnehmung, drum gibt es nicht “ die Menschen“,
        Drum mein Beispiel mit dem jungen Kurden, er klagt im Grunde Rassismus an, Nazis und im Grunde fällt er auf genau den Mechanismus rein der Menschen in genau diese Gedankenwelten bringt.
        Und die sind psychologisch.
        Aber das zu erklären in einen Kommentar wäre zu umfassend.
        Schau, der Name meines Blogs ist ein Lied, ein sehr berühmtes in Spdamerika, es handelt von Dingen die nach einem Regen den Rindstein runterfließen.
        Schau auf deinen Namen, auf deine Themen.
        Manchmal ist es gut zu schauen, was runter fließt.

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      3. Ich habe Bekannte und Freunde aus vielen Ländern dieser Welt, die Freunde und Bekannten aus muslimischen Ländern beklagen öfter das konservative, teils nationalistische Verhalten in ihrer Familie, in der Community.

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      4. Rassismus ist halt dein Thema.
        Und wenn man sich einem Thema widmet nimmt es einen grossen Raum ein.
        Als junger Vater, sieht man plötzlich viele Junge Familie.
        So ist es auch bei anderen Themen.
        Schau das du dich nicht zum Opfer von Rassismus machst.
        Nicht jeder junge Mann der Windeln kauft oder Babyöl ist junger Vater😊😉

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