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Im Grunde habe ich keine Zeit über die Liebe zu schreiben, ich darf noch Geschenke für die Lieben basteln und besorgen. Doch da war ein Blogposting mit der Überschrift „What´s Love“ und im Radio kam ein Bericht über Eric Clapton und seinen Song „Layla“, dem er der damaligen Frau von George Harrison gewidmet hatte. Clapton war unsterblich verliebt in besagte Pattie Boyd und durfte sie später sogar heiraten und noch etwas später sich wieder scheiden lassen. Liebe kann recht vielfältig sein, so vielfältig, wie die Songs in denen sie bisher besungen wurde.

Ich habe mal geschaut, welche Formen es gibt und gebe hier mal eine Zusammenfassung von Wikipedia wieder:

Selbstliebe, Partnerliebe, Familiare Liebe, Nächstenliebe, Objekt-und Ideenliebe, Gottesliebe, Objektlose Liebe.

Das ist eine Menge Liebe, die wir da in unseren Leben haben, oder halt auch nicht. Die Liebe ist ein Gefühl in uns, welches so plötzlich auftauchen kann, wie ein Blitz, nicht selten folgt danach ein Donnern und ein kräftiger, kühler Regenschauer. Liebe kann der Mensch nicht festhalten, wie er nichs auf ewig in seinem Leben besitzen kann, weil das irdische Menschenleben nicht ewiglich ist. Ob die Liebe mit unserer Seele in eine neue Reinkarnation übergeht, sie in den HimmeL oder sonst wohin aufsteigt weiß ich leider nicht.

Das Gegenteil von Liebe ist Hass, ich könnte hinter all den Formen der Liebe, die Liebe durch das Wort Hass ersetzen. Liebe und Hass sind auf eine Weise verbunden, verschämte Liebe, mangelnde Liebe, ein zu viel an Liebe führt häufig zu Hass. Die Gesellschaft, all die Filme, Songs, Bücher, Medien prägen eine Art Bild der Liebe, oft lieben wir mehr dieses Bild, als die Liebe selbst. Liebe kann meiner Meinung nach nicht besitzen, es ist ein freies Gefühl, dieses Gefühl stellt keinen Bedingungen, es fordert nicht, es macht keine Vorwürfe, sucht nicht nach Schuld, ist weder käuflich noch auf Kredit zu haben. Vieles, was wir als Liebe bezeichnen resultiert aus Bildern, welche uns gesellschaftlich geprägt haben. Die Gesellschaft formt ihre Begriffe, so auch den Begriff der Liebe. In unserer Gesellschaft verbinden wir die Liebe meistens im Zusammenhang mit einer Person. In anderen Kulturen und früheren Kulturen wurde die Liebe verbunden mit der Natur und dem Universum, dem ewigen Kreislauf und der persönlichen Verbundenheit zu diesem Ganzen.

Liebe in unserer Zeit ist auf eine bestimmte Art auch Konsum, sie ist manchmal eine Art Droge, wir sehnen uns danach und doch fällt es uns so schwer sie auszudrücken, darüber zu sprechen, oder den Mangel an Liebe zu beklagen. Dieses Paradox führt uns nicht selten in eine Gefühlssackgasse. Dort angekommen begegnen wir den anderen Gefühlen, der Traurigkeit, der Resignation, dem Hass. Wenn wir verstehen lernen, nicht Bildern hinterherzulaufen, wir verstehen würden, dass hinter diesen anderen Gefühlen immer auch die Liebe steckt und sie im Grunde nie weg ist, diese Liebe, dann wäre es für uns einfach die Sackgasse zu verlassen.

Liebe ist ein Gefühl in uns, keine MARKE, wie Apple oder Gucci. Die Liebe ist in uns selbst und nicht im Außen. Liebe bedeutet etwas im Außen loslassen zu können, etwas gehen zu lassen. Wie Eltern, die ihre Kinder lieben, auch wenn diese aus dem Haus gehen.

Heute scheint die Sonne und es ist Wintersonnenwende, ein guter Zeitpunkt drüber nachzudenken was wir lieben und wir hassen, denn in jedem Hass ist auch die Liebe versteckt.

Hast du dich selber auf die rechte Art lieb, so hast du alle Menschen lieb, wie dich selbst.
Meister Eckhart

Nein, es folgt jetzt nicht der Clapton Song, den habe ich noch nie gemocht.-).

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4 Gedanken zu “Über Liebe

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