Eine Erfolgsgeschichte 10 Jahre i phone wischen

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Es ist 10 Jahre her, als Steve Jobs das I Phone vorstellte. Wohl ein wirtschaftlicher Jahrhunderterfolg. Ich war damals Teil dieses Erfolges und hatte auch so ein smartes Teil. Ich weiß auch noch, wie es starb. Es ist weder runtergefallen, noch verbrannt, oder mit dem Hammer mutwillig zerstört worden.

Es war dieser Hitzesommer, wo die Technik der ICE Züge aufgab und vor ein paar Gradzahlen kapitulierte. Ich strandete mit meinen beiden Kleinen in Essen. Als ich am nächsten Morgen im Zug telefonieren wollte, ging der Bildschirm aus und blieb schwarz, alle Reparaturversuche durch Spezialisten blieben erfolglos. Mein Jahrhunderterfolg hielt zwei Jahre und starb 2 Monate, bevor ein neues Modell der Apple Industrie auf den Markt kam.

Apple Produkte sind wenig reparaturfreudig, wer schon mal einen I pod geöffnet hat um den Bildschirm zu wechseln, kann ein Lied davon singen. Von moderner, zukunftsweisender Modultechnik ist die Apfelfirma weit entfernt. Aber im Grunde ist dieses gar nicht mein Thema, auf welches ich hinaus möchte. Mein Thema ist der Erfolg. Apple hatte einen riesen Erfolg und an diesem wird man in unserer Gesellschaft gemessen. Wenn du als Stürmer in der Bundesliga Torschützenkönig wirst, ist das die Messlatte für die nächste Saison und die zukünftige Leistungsbeurteilung. So stellt sich die Frage, ob Erfolg klug ist, denn irgendwann kommt der gemessene Absturz. Der ist oft schlimmer, wie der Weg zum Erfolg. Jeder Bergsteiger kennt die Situation, der Weg zum Gipfel ist beschwerlich, zerrt an den Kräften, die Aussicht vom Gipfel ist phantastisch, doch der Abstieg oft eine Tortur, der die letzten Kräfte benötigt. Leider kann man nicht von Gipfel zu Gipfel hüpfen.

Erfolg lässt uns für einen Moment glänzen, möglicherweise halten wir einen Rekord, aber es darf klar sein, dass wir uns selber eine neue Hürde gelegt haben, über die wir springen müssten, wenn wir diesen brechen wollen. Es gibt ein altes, etwas nerdiges Bürosprichwort, ein Pferd springt nur so hoch, wie es muss. Manchmal ist es besser, nicht alles zu geben und nur einen Teilerfolg zu erzielen und man bleibt länger im Spiel. Wir sollten vor jeder Gipfelbesteigung uns gut überlegen, ob der mögliche Erfolg es wert ist und ob wir mit Misserfolgen in der Erfolgsfolge leben können. Wenn wir also erfolgreich werden wollen, so dürfen wir drüber sinnen, was wir mit dem Erfolg erreichen wollen und wie wir mit ihm umgehen, ob wir es auch aushalten können erfolglos zu sein. Nach Erfolg zu streben macht aber Sinn, denn schon die kleinen Erfolge geben Selbstvertrauen und die Misserfolge können Motor sein, es noch einmal zu versuchen.
In jedem Erfolg steckt der Misserfolg, wie auch in jedem Misserfolg der Erfolg steckt.

Solange der Erfolg unser Ziel ist, können wir unsere Ängste nicht loswerden, denn der Wunsch, erfolgreich zu sein, bringt unweigerlich die Angst zu versagen hervor.
Krishnamurti

Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des Misserfolgs.
Oscar Wilde

Wen Erfolg nicht demütig macht, den straft er mit Überheblichkeit.
Andreas Tenzer

Makeba / Jain from Greg&Lio on Vimeo.

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15 Gedanken zu “Eine Erfolgsgeschichte 10 Jahre i phone wischen

  1. Vielleicht ist es an der Zeit den Begriff „Erfolg“ zu überdenken und gegebenenfalls zu korrigieren. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es die Gewohnheit an etwas Erfolgtem festzuhalten und es zu überbieten, die Probleme bereitet. Misserfolg ist demnach etwas das nicht erfolgt ist – ob das gut oder schlecht ist, ist Ansichtssache und da wir im Grunde recht unwissend sind auch ziemlich nebensächlich 😉🌟 Alles Liebe für dich

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    1. Mut benötigt beide Pole, der Misserfolg, wie der Erfolg.
      Mir wurde bei dem Thema bewusst das unser Leben in allen Bereichen aus zwei Polen besteht, im Grunde Adam und Eva, Ying und Yang.
      Ob man diese Polarisierung als Sündenfall bezeichnet oder als Mathematik ist im Grunde egal.
      Aber Gut und Böse, Erfolg oder Misserfolg liegen auf einer Ebene.
      Unsere Bewertung entscheidet welcher Pol es denn sein soll✌🏻️

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      1. Ob Nebensache oder das ganz Große Ding ist ja auch wieder so eine Sache der Bewertung.
        Darf jeder für sich entscheiden.
        Ich schrieb mal, es ist wie es ist und wenn ist nicht so ist wie es ist ist es halt nicht so.
        In der Mathematik gibt es unendlich viele Zahlen, große und kleine, ich mag nich sagen, was die Summe ist😀

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  2. Gestern musste ich ner Freundin am Telefon erklären, wie sie mit ihrem natürlich neuesten Apfel-Handy einen Screenshot macht. Natürlich hat sie es geschafft (5 Minuten hab ich alles immer wieder wiederholt und meine Worte immer mehr vereinfacht 😝- geht nicht anders, wenn jmd nicht weiß, wovon ich rede, wenn ich so abartige Begriffe wie „Home-Button“ verwende).
    Über ihren Erfolg hat sie sich so lautstark kreischend gefreut, dass ich heut noch Tinnitus habe. Also vllt zum Thema Erfolg, nicht alles als Selbstverständlich nehmen und sich auch über Kleinigkeiten, die man erreicht hat, freuen.
    (Und nein, die Story ist kein Witz😁)

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  3. Natürlich nicht ☺️ Auf jeden Fall sollte man sein Bestes geben, aber um auf dein Beispiel mit dem Torschützenkönig zurückzukommen. Auch wenn er die nächste Saison alles gibt und scheitert, sprich weniger Tore schießt ist der Misserfolg Ansichtssache, obwohl es im Fußball darum geht Tore zu schießen 😉 aber ich glaube wir reden beide von Obst nur einer von Äpfel und einer von Birnen, kann das sein? 😄

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