Manchmal bin ich gegen etwas. Zum Beispiel gegen die Todesstrafe, gegen Atomkraft. Beinhaltet mein „Dagegen sein“ automatisch das ich für etwas bin, vielleicht sogar für etwas sein muss? Was ist, wenn es kein Gegenüber gibt? Macht man es sich zu einfach, wenn man sagt, man sei einfach dagegen.

Mit einem Dagegen sein, vertrete ich einen Standpunkt, eine Meinung. Dagegen sein beinhaltet ein Dagegenhalten. Wenn ich gegen etwas bin, kann ich aufgefordert sein zu argumentieren, meinen Standpunkt zu vertreten. Gegen etwas zu sein fordert oft die Akzeptanz heraus. Ich versuche mein Dagegen sein öfter abzuwägen, zu schauen, was meine Argumente sind und woher sie kommen.

Es ist auch spannend sich vorzustellen, man sei dafür. So kann man eine Vorstellung vom Gegenüber entwickeln. So fällen wir täglich Entscheidungen. Wenn man zurückblickt, war man oft gegen etwas und etwas später manchmal dann doch dafür. So bin ich recht tolerant mit meinem Dagegen sein geworden, denn die Toleranz ermöglicht den Diskurs, mit mir selbst und Anderen.

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8 Gedanken zu “Dagegen sein

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