Blick auf den Pott

Die Ruhr ist wieder beschwimmbar, die Trinkhallen werden immer weniger, Freibäder und Zechen schließen, bald macht die letzte Zeche den Schacht zu.
Zeit für Nostalgie hat der Pott nicht, zu groß die Aufgaben für die Zukunft.
Irgendwie haben Stahl und Kohle die Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammengehalten, man darf ab sofort neu gestalten.
Das Ruhrgebiet hat Potenzial, leider hat man in den Jahren viel vergessen, öffentlichen Nahverkehr auszubauen, vermeiden von Verwahrlosung ganzer Stadtteile. Es gab einen sozialdemokratischen Klüngel, aber die Zukunft kennt da keine Gnade, da kann man 1000 Male das Steigerlied bemühen.
Die Schächte sind zu und die Kumpel Geschichte.
Was bleibt, sind die offenen Menschen, das „Wir“ Gefühl, wenn man dieses mitnehmen kann, in die Zukunft, den Zusammenhalt, dann öffnen sich neue Schächte, nicht so dreckig, aber besser als jede gewonnene Meisterschale.
Die urbane Infrastruktur ist da, jetzt muss man nur nicht den Kopf in den Rest Kohlestaub stecken.
Warum sollte Duisburg nicht Kulturhotspot Europas werden können und Marxloh zum East Village mutieren.
Darauf ne Grubenlampe gewettet.

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2 Gedanken zu “Blick auf den Pott

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