Es ist Sommer.

Manche Menschen arbeiten ein ganzes Jahr auf diese Zeit hin, diese 2-3 Wochen, in denen man sich vom Jahr erholen kann. Man plant einen Urlaub, eine Reise, möchte raus aus dem Alltag. Mit Vielen gemeinsam macht man sich auf den Weg. Manchmal ist der Stresslevel der Vorbereitung sehr hoch, ebenso die Erwartungen.

Es ist ja die Möhre, welche man selbst gehalten hat und der man gefolgt ist. Dann, plötzlich befindet man sich in der Zeit und die Uhr scheint schneller zu laufen. Man versucht festzuhalten, was sich Neues entdecken lässt. Man lichtet ab und zeigt es den Anderen. Es gab eine Zeit, da schrieb man Karten, mit bunten Bildern drauf, die zeigten die Sehenswürdigkeiten. Auf den Karten klebte eine bunte Marke und darauf machte die Landespost einen Stempel. Die Karten kamen bei dem Empfänger in eine Box, in einen Karton, Jahre später wurden sie mit Nadeln an Pinnwände oder mit Magneten an Kühlschränke geheftet. Heute erledigt das Smartphone den Job, ein Like ersetzt den Stempel.

Trotz Stress und Sand zwischen den Zähnen, Mückenstichen am Arm und der verbrannten Nase, Urlaub öffnet neue Horizonte, lässt uns träumen, uns ärgern und neue Geschichten erzählen. Urlaub ist halt eine eigene seltsame Welt in einer seltsamen Welt.

Sie steigen wie Tiere den Berg hinauf, dumm und schwitzend; man hatte ihnen zu sagen vergessen, dass es unterwegs schöne Aussichten gebe.

Friedrich Nietzsche

Viele träumen davon, am Strand zu liegen; was früher das Schicksal von Schiffbrüchigen war.

Walter Ludin

Urlaube sind anstrengend, erholsam sind nur noch leichte Erkrankungen.

Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger

Advertisements

9 Gedanken zu “Von der Kunst, sich zu erholen

  1. Ich finde es schade, dass die Postkarten so selten geworden sind. Wenn ich eine bekomme, leider immer seltener, landet sie immer noch am Kühlschrank. Sobald die nächste kommt, wandert sie in einer Box, so dass immer eine am Kühlschrank prangt. Mittlerweile muss ich aber oft ganz schön lange auf die nächste warten.

    Gefällt 2 Personen

  2. Sobald Enkelkinder in der Familie sind, gibt es auch wieder Ansichtskarten. Kann das erste Enkelkind dann selber schreiben, werden es noch mehr. Von vier kann eines schon sehr gut schreiben, das zweite wird in diesem Jahr eingeschult. Karten sind uns also noch auf lange Zeit sicher.
    Für mich bedeutet Urlaub einfach nur noch, nicht arbeiten zu müssen. Reisen wie früher sind nicht mehr möglich. Aber ich hatte tolle Reisen. Womit toll nicht sagen soll, dass es in alle Welt ging mit vielen Abenteuern o.ä. Nein, ich hatte tolle Ferien mit der Familie. Drei Wochen mit Mann und Söhnen, in den Bergen wandernd oder in einem Feriendorf in Bayern. Einfach Beisammensein. Das waren die schönsten Urlaube!

    Gefällt 1 Person

  3. Ich schreibe immer Postkarten wenn Freunde umgezogen sind. Denn anfangs bekommst Du nur Rechnungen, Ummeldebstätigungen, etc. Da freut man sich umso mehr wenn der neue Lebensabschnitt mit einem hübschen Stück Karton und ein paar warmen Willkommensworten aufgewertet wird! 🙂

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s