Eine demokratische Gesellschaft, wie die Bundesdeutsche entscheidet seine politischen und damit verbunden, teils gesellschaftlichen Ausrichtungen durch demokratische Wahlen.
Im deutschen Fall ist es ein Kreuz auf einem Wahlzettel, alle 4 Jahre.

Die einzelnen, wählbaren Parteien bieten mit ihren Wahlprogrammen verschiedene theoretische Modelle einer möglichen politischen Gestaltung, Ausrichtung an.
Die Mehrheit, welche sich für ein Modell entschieden hat, hofft auf dessen Umsetzung.

Jeder Einzelne von uns hat ein eigenes Lebensmodell im Kopf, zumindest ein übernommenes Modell. Sei es aus der persönlichen Sozialisation heraus, oder ein durch die Medien/Werbung propagandiertes.
Unsere persönlichen Modelle sind wandelbar, ändern sich womöglich mit unseren Lebensjahren.
Ein Klassiker:

Geburt-erster Partner– Abitur-Universität-Beruf-Auto-Heirat-Haus/Eigentum-Haustier-eigenes Kind-Lebenskrise/Scheidung-Neuausrichtung-neuer Partner-Tod

So ein Menschenleben hat zwei Gewissheiten, wir kommen mit Nichts und wir gehen mit Nichts.
Doch unsere Lebensmodelle spiegeln oft die menschliche Idee der Anhäufung von Gütern und Reichtum, vom beruflichen Erfolg wieder.
Über den Sinn mag ich nicht urteilen.
Die politischen Parteien spiegeln somit unsere jeweiligen Interessen, Modelle wieder. So ist eine demokratische Wahl eine Interessenwahl.
Wir übergeben die Aufgaben zur Verwirklichung unserer Interessen den gewählten Parteien.
Mit dem Kreuz, welches wir machen geben wir aber nicht die Verantwortung für unser Lebensmodell ab.
In einem gesellschaftlichen Miteinander, aus unterschiedlichen Lebensmodellen, Ideen und Vorstellungen sind wir der Tropfen, der das Meer füllt und aus dem die Wellen entstehen.

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Ein Gedanke zu “Stille Lautsprecher

  1. Es gibt so viele unterschiedliche Lebensmodelle. Das von dir gezeigte Beispiel mag das gängigste sein. Menschen wollen diesen Standard halten oder ihn erreichen. Aber es gibt auch die, die die Dinge laufen lassen. Nicht wirklich ziellos, aber sehr entspannt. Das sind die, die ziemlich unentschlossen sind, was ihr Kreuz betrifft. Die, die davon überzeugt werden müssen, dass ihre Wahl wichtig ist. Es gibt Menschen die sagen, dass wir keine echte Demokratie haben und zig Beispiele als Beweise aufführen. Aber ich kenne keine bessere Demokratie. Darum werde ich natürlich wählen gehen. Denn es ist mein Recht. Ein Recht, das nicht zur Pflicht gemacht wird. Denn auch das Nichtwählen ist erlaubt. Dieses Privileg gilt es zu schützen. Kein Haus, kein sonst noch irgendwie kommerzielles Hab und Gut ist mir persönlich wichtiger als diese Freiheit der Wahl.

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