In einem Blogkommentar stand der Satz, ich glaube nicht an Karma.
Ich schrieb darauf, Karma ist keine Religion, an welche man glauben kann.
Mit Karma haben wir westlich geprägten Menschen es etwas schwer, das hat seine Gründe in unserer Art zu denken, unserer Sozialisation und unseren Glaubenssätzen.
Dabei ist die Sache mit dem Karma recht einfach.
Unter Duden.de fand ich folgende zwei Bedeutungen:
Das die Form der Wiedergeburt eines Menschen bestimmende Handeln bzw. das durch früheres Handeln bedingte gegenwärtige Schicksal
Ein Synonym für Karma ist die Vorsehung und dieser Begriff hat etwas von Esoterik, etwas von Spiritualität. Das Antonym ist der Begriff der Materialität.
Ich habe mal ein Buch über den Unfall von Tschernobyl gelesen, alles, was dort passiert ist, hat man wissenschaftlich betrachtet, vorhersehen können.
Auch im Fall von Fukushima würde man möglicherweise zu demselben Fazit kommen.
Das sind nun beides große Katastrophen der Menschheit und Karma beinhaltet ja nicht immer große Katastrophen, geschweige denn negative Geschehnisse.
Nehmen wir die Sache mit dem Glas, ich kann denken, es ist halb leer, oder halb voll, der jeweilige Gedanke bewegt etwas in mir. Ein anderes Beispiel, ich wurde letztens, an der Fussgängerampel fasst von einem SUV überfahren. Ich habe gedacht, wow, da hab ich aber Glück gehabt, andersrum hätte ich auch denken können, das Arschloch, den wünsche ich die Pest an den Leib.
Ich bin mit der ersten Energie weiter durch meinen Tag gegangen und habe diese ausgestrahlt, meine weiteren Begegnungen standen unter dieser Energie. Wenn ich als Jugendlicher in einem Supermarkt geklaut habe, werde ich vielleicht bei jedem erneuten Besuch dort daran denken und ein schlechtes Gewissen haben und mich unwohl fühlen, etwas fahriger sein. Das Wort Schicksal, welches der DUDEN verwendet, klingt für viele Ohren recht düster.
Schicksal bedeutet oft etwas Schicksalhaftes wird einem widerfahren, das ist meistens ein Schicksalsschlag. Ich würde es in die Begriffe Ausstrahlung, Wandlung, Fügungen wandeln wollen. Für mich Umschreiben diese Begriffe eindeutiger den Begriff Karma.
Denn das Karma wird uns nicht von einer höheren Macht, von Gott etc. aufgedrückt, sondern wir selbst, bestimmen durch unser vorheriges Handeln, durch unsere Gedanken, Worte, Taten, wie wir fühlen, was wir ausstrahlen, welche Fügung sich möglicherweise einstellt.
In Beziehungen kann ich denken, die Schlampe hat nen Neuen, ich wünsche den Beiden Pech, oder ich denke, schön das sie einen Menschen gefunden, der sie liebt, den sie liebt, leider bin ich es nicht mehr, den sie liebt. Erstes würde Gefühle von Missgunst in uns breit machen, welche dann sich nach Aussen spiegeln und wie bei einem Echo zurückprallen können.
Zugegeben, keine leichte Sache, so zu denken und vom Herzen her zu handeln, drum ist die Welt gerade so, wie sie ist, wenn wir uns umschauen, erscheint vieles chaotisch, egoistisch, ungerecht, kriegerisch.
Wir entscheiden mit unseren Gedanken und unserem Handeln, welches Karma wir uns geben, welche Ausstrahlung wir nach Aussen senden, welche Energie wir in diese Welt geben, welcher Energie wir in uns selbst Raum geben.
Wo unsere Aufmerksamkeiten liegen, an welchen Stellen wir achtsam sind und an welchen Stellen halt nicht.

Alle Handlungen, alle Werke, alles Karma, gehören zur Natur, nicht zum Göttlichen. Der Mensch ist es, der sein irdisches Los bestimmt. Die Menschen besiegeln ihr Schicksal selbst.
Bhagavadgita

Oder um es mit einfacheren Worten, äh Zitat, zu umschreiben:

Jeder Jäger wird einmal ein Hase, früher oder später, denn die Ewigkeit ist lang.
Wilhelm Busch


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5 Gedanken zu “Die Sache mit dem Karma

  1. Ich meine mal gelesen zu haben, dass Schicksal „geschicktes Heil“ bedeutet. Oft kommen uns doch die Schicksalsschläge bedrohlich vor, aber nach einer gewissen Zeit, war das vielleicht eine gute Wende in unserem Leben. Danke für Deine Gedanken

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