Stress oder nennen wir es Urlaub

Eigentlich eine schöne Zeit, aber ist Urlaub erholsam?

Meine Beobachtungen an sehr vielen Orten lassen mich zweifeln.

Der Stress beginnt oft mit der Aufgabe, den kommenden Urlaub zu planen, die Urlaubskasse zu füllen.

Dinge zu beschaffen, die nötig sind.

Die Urlaubszeit hängt, wie eine Möhre an einem Stab, dem der Esel folgt.

Alles fokussiert sich. Verschiedene Meinungen und Ideen dürfen bei gemeinsamen Urlauben berücksichtigt, zusammengeführt werden, in demokratischen oder diktatorischen Prozessen.

Kinder erleben ihre Eltern an Abfahrtstagen als geplagte Geister , jederzeit drohend zu explodieren oder zu implodieren.

Am Urlaubsort wird verglichen, das Wetter, die Preise, das Essen, die Menschen, das Bett. Die Zeit ist begrenzt, also darf alles gut geplant und genutzt sein. Der Körper wird stressgetestet, in der Mittagshitze auf Kies oder Sand liegend der gleissenden Mittagssonne ausgesetzt um dann mit eiskalten Getränken den Magen einen kleinen Schock zu versetzen.

Abends wird er dann mit fettigen, nährstoffarmen Essen versorgt.

Jeder Moment wird festgehalten und der Familie, Freunden oder schlicht der ganzen Welt als chillig und absolut stressfrei verkauft, oder als hipper, sportlicher Moment.

Medizinisch scheint es sinnvoll so einen Urlaub nicht länger, als 6 Wochen zu machen.

Warum die Menschen das machen? Es bringt ihnen neue Gefühle, sei es der verstimmte Magen oder die Schmerzen verbrannter Haut. Die verglichenen Dinge, wo man feststellt, wie gut es doch einen geht, oder seltener, wie schlecht.

Es sind Erfahrungen und die machen uns Menschen weiser, bis zum nächsten Urlaub.

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Ein Gedanke zu “Stress oder nennen wir es Urlaub

  1. Oh je, solchen Urlaub würde ich auch stressig finden! Letztens habe ich übrigens gelesen, dass 40 Prozent der Unter-30-Jährigen inzwischen ihre Urlaubsziele nur danach aussuchen, ob sie „instagrammable“ sind, also ob sie eine Selfie-Kulisse abgeben, mit der man angeben kann. Ich wollte es erst nicht glauben, doch offenbar ist es so, habe das inzwischen auch von anderen gehört, die solche Leute an den entlegensten Ecken der Welt getroffen haben. Diese Selfiemacher interessiert die Welt an sich, die Natur, die Bauwerke etc. überhaupt nicht, sie nehmen sie kaum wahr. In Holland beschweren sich schon die tulpenzüchter, weil die Felder von diesen bescheuerten Leuten auf der Suche nach dem besten Selfie zertrampelt werden. In Neuseeland kommen schon mal 50 000 Leute zusammen, weil sie ein Selfie nachmachen wollen. Wie die Lemminge.

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