Diese Welt erschein mir oft unglaublich komplex und dann wieder sehr einfach erklärbar.
Es klingt paradox und die Überschrift zu diesem Text ist als Paradoxon zu verstehen.

Laut Duden beinhaltet das Wort Klima: „Für ein bestimmtes geografisches Gebiet typischer jährlicher Ablauf der Witterung“

Meine Heimat am Teutoburger Wald war typischer Weise eine Regenregion und erreichte bundesweit Bestwerte an Regentagen. Dieses Klimaverhalten ändert sich gerade, lange Trockenperioden deuten eine Veränderung des heimischen Klimas deutlich an. Möglicherweise ist es das hier jetzt typisch, vorherrschende Klima. Aber müssen wir, muss ich das Klima schützen? Klima ist keine Person, kein Gegenstand, Klima stirbt nicht durch seine Veränderung.

Klima resultiert aus dynamischen, chemischen Prozessen die in unserer weltlichen Atmosphäre stattfinden. Im Grunde ist Klima eine Reaktion. Die Auswirkungen könnte man als Symptome dieser Reaktion verstehen. Was wäre an diesen Prozessen , an dieser Reaktion schützenswert? Ein wenig paradox, wenn der Mensch das Klima schützen möchte. Schützenswert ist die Natur und die weltlichen Lebewesen, der Mensch eingeschlossen.

Klimapolitik könnte man auch Überlebenspolitik nennen. Das Klima benötigt keinen Schutz, aber der Mensch, die Tiere, die Pflanzen. Daher empfinde ich den Begriff Klimaschutz recht verharmlosend.

Die Menschen, die bei Regen einen Schirm aufspannen, im Schatten Schutz vor der Sonne suchen und auf dem Haus einen Blitzableiter haben, wird es womöglich nicht gelingen, mit solchen einfachen Mitteln auf die neuen Herausforderungen, eines neuen Klimas zu reagieren. Da der Mensch scheinbar ein Mitverursacher eines klimatischen Wandels zu sein scheint, wäre es nötig sich als Lebewesen und seinen Umgang mit der Umwelt zu reflektieren.

Grundsätzlich ist der Mensch fähig zur Reflexion seines Verhaltens und kann daraus Schlüsse ziehen und Ideen entwickeln, diese wiederum in Handlungen umwandeln. Allerdings erscheint mir gefühlt, den meisten Menschen, der Klimawandel als kleines Zwicken. Und wenn es uns Menschen zwickt, nehmen wir zuerst eine Schmerztablette. Erst, wenn es unerträglich wird, das Zwicken zu einem Dauerschmerz mutiert, wird der Mensch aktiv und sucht die Ursache. Bei vielen Krankheiten, liegt sie beim Menschen selbst.

Unsere Idee vom Leben auf diesem Planeten bedarf meiner Meinung nach einer dringenden Reflexion, was wäre ein menschliches Lebensziel? Arbeit, Auto, Haus, Familie, Garten, Reisen? Möglicherweise irgendwann einfach überleben. Zugegeben, es klingt brutal und wenig sensibel und ich schreibe diese Zeilen in einen Café, wo gerade eine Menge süßer Kuchen über die Theke geht. Da klingt es besser, besagtes Klima zu retten, so wie wir oft zu Weihnachten für Gutes gespendet haben.

Wäre schön, wenn es auch dieses Mal so einfach wäre.

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu “Wir müssen nicht das Klima retten!

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