Medulin, Kroatien

Gestern fand ich auf einem Büchertauschregal ein Buch über die japanische Lebenskunst Philosophie Wabi Sabi. Das Buch lies mich einmal mehr, über den Sinn des Lebens nachdenken.

Das Leben und sein Sinn beschäftigen mich wohl seit meiner Geburt. Im Laufe meines Lebens wandelte sich der Sinn. Die Anthroposophen gehen von einem 7 Jahresrhythmus aus, in dem wir uns wandeln, verändern. Da mag etwas dran sein, zumindest konnte ich bei mir diesen Rhythmus feststellen, aber die Zahl 7 darf man nicht allzu dogmatisch nehmen. Der Sinn des Lebens darf nicht verwechselt werden mit einem Lebensziel. Spätestens nach dem Erreichen eines solchen, kann man plötzlich feststellen, dass der Sinn fehlt. Über besagten Sinn haben sich viele Philosophen den Kopf zerbrochen, mit teils sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Ich habe einmal geschrieben, der Sinn des Lebens, ist das Leben selbst. In dem gefundenen Buch, „Wabi Sabi“ Nicht Perfekt, von Christopher A. Weidner, lautet ein Kapitel „Ich will so werden, wie ich bin“

Dieser kurze Satz deutet für mich den Sinn meines Lebens an. Ich schreibe bewusst meines Lebens, denn ich bin nicht sicher, ob es eine allgemeingültige Formel, Aussage für, über den Sinn des Lebens gibt. Das Leben, welches wir täglich leben, zwischen, Freude, Leid, Familie, Arbeit, Schlaf, Wachheit erscheint mir als eine Art Weg zur Erkenntnis, wie es auch in Religionen und Philosophien beschrieben wird. Ob nun die Erkenntnis selbst ein Lebenssinn ist, oder der Weg dorthin den Sinn ergibt, steht für mich offen. Möglicherweise ist ja die Erkenntnis schon vorhanden, aber vergessen, oder sie entsteht erst durch das Beschreiten des Lebensweges, formt sich daraus.

In jedem Fall ist der Sinn des Lebens, das, was wir über ihn denken, was wir als Wahrheit über ihn betrachten.

Das Leben bildet eine Oberfläche, die so tut, als ob sie so sein müsste, wie sie ist, aber unter ihrer Haut treiben und drängen die Dinge.
Robert Musil

Ich habe mich öfter gefragt, welchen Lebenssinn wohl meine Hunde hatten, ob sie einen hatten. In jedem Fall waren sie viel freudiger, als ich, vielleicht, weil sie sich nie diese komplizierte Sinnfrage gestellt haben. Womöglich liegt hier der Schlüssel zum Sinn des Lebens, dessen Tür immer offen steht und die gar kein Schloss hat.

Am Anfang des Lebens und am Ende werden wir getragen. Dazwischen liegen die Versuche, Laufen zu lernen.

Jürgen K. Kulreich

 

Sinn des Lebens: etwas, das keiner genau weiß. Jedenfalls hat es wenig Sinn, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.

Peter Ustinov

 

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.

Mahatma Gandhi

 

 

 

 

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2 Gedanken zu “Sinn und Leben

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