Natur

Gestern war der Himmel über meiner Heimatstadt blau. Die Sonne lockte viele Menschen ins Freie. Manche fuhren mit ihren PKW zur Burg, oder in den Wald. Die Natur ist ein Schatz, wertvoller als Gold, Diamanten und Aktiendepots. Sie hat auf viele, noch nicht gestellte Fragen ihre Antworten.

Zu allen Zeiten reichte es aus, sie zu beobachten, zu lernen, sie zu lesen. Die Natur ist im Grunde ein offenes Buch. Manchmal versteht man die Sprache nicht, oder wartet darauf, bis sie als Hörbuch herauskommt.

In dem Blattbild aus meinem Garten sieht man ein totes, verwelktes Blatt im Eis. Schaut man genau hin, erkennt man noch viel mehr. Den Sauerstoff, den dieses Blatt produziert hat, das Wasser, welches gefrohren ist, die Kompostierung, die Farben, den ewigen Kreislauf des Lebens etc.. Je länger ich auf das Bild schaue, umso mehr Dinge fallen mir ein.

Viel Wissen, bei einem verwelkten Blatt. Es macht Sinn sich da draußen umzuschauen

Die Natur

Ihr Schauspiel ist immer neu, weil sie immer neue Zuschauer schafft. Leben ist ihre schönste Erfindung und der Tod ist ihr Kunstgriff, viel Leben zu haben.
Johann Wolfgang von Goethe

6 Gedanken zu “Nur ein totes Blatt

  1. Vielleicht, aber nur vielleicht, genießen wir Menschen in dieser Zeit die Natur einmal anders? Sehen genauer hin, fühlen intensiver, atmen tiefer?
    Ein sehr schönes Foto!
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

  2. Ich versuche das Wort „wir“ selten zu benutzen, ich kann ja nur für mich sprechen, wie andere die Natur sehen, in welcher Zeit kann ich nicht sagen.
    Bei mir war es ein Prozess der Wiederentdeckung, als Kind war ich viel in der Natur, beruflich später auch oft, hatte aber keinen Focus auf sie.
    Womöglich liegt es am älter werden und der Auseinandersetzung mit kommen und gehen.
    Natur erzählt einem diese Geschichte in jeder Sekunde🌻

    Gefällt 1 Person

  3. Die Natur war für mich immer, na ja, als Teenager vielleicht nicht, eine Art Medizin. Und das in völlig verschiedenen Ausprägungen. Da war die Zeit des Kleingartens oder der Moment, an den ich besonders gerne denke, als ich völlig alleine an einem Hochgebirgssee saß und weit über die Gipfel der Berge schauen konnte. Das war ein Moment absoluten Friedens, in dem, möglich dass das jetzt abgedroschen klingt, aber es war einfach so, in dem ich mich so absolut eins mit der Natur fühlte. So ähnlich ging es mir auch einmal am Meer. Jetzt, wo ich nicht mehr dorthin komme, und das hat nichts mit der Pandemie zu tun, fallen mir wieder die kleinen Dinge ins Auge. So wie das Gänsepaar, das ruhig und gelassen, über den zugefrorenen Teich watschelte und dem ich lange hätte zusehen können.

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s